02:36 20 Januar 2017
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    Strafverfahren gegen die Firma, die das Grundstück an Kasjanow verkauft hat

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    MOSKAU, 12. Juli (RIA Nowosti). Gegen das Staatsunternehmen WPK-Invest, die dem früheren Premierminister Michail Kasjanow ein Anwesen in einem der gefragten Moskauer Villenvororte verkauft hat, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Russlands mit. Am gestrigen Montag hatte sie unter der Beschuldigung des Betrugs und Vermögensschadens zum Nachteil des Staates bereits strafrechtliche Ermittlungen gegen Kasjanow selbst eingeleitet.

    Beide Strafverfahren wurden aufgrund einer Anfrage des Abgeordneten der russischen Staatsduma, des Journalisten Alexander Hinstein, eingeleitet.

    Michail Kasjanow bestreitet die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen.

    Wie RIA Nowosti von einer ranghohen Quelle in den russischen Rechtsschutzorganen erfuhr, war der rechtswidrige Erwerb eines elitären Grundstücks, welches früher in Staatsbesitz war, Gegenstand der Anfrage des Abgeordneten. Auf dem Grundstück befindet sich eine Regierungsresidenz, wo Michail Kasjanow in seiner Amtszeit als Premierminister wohnte. Am Tag seines Rücktritts erwarb er Villa und Grundstück von der genannten Firma.

    Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, wurden im Zuge der aufgenommenen Ermittlungen Originalunterlagen beschlagnahmt. Es wird überprüft, ob Michail Kasjanow die Immobilie redlich erworben hat. Ferner wird ermittelt, ob andere Amtsträger beim Verkauf von Staatseigentum gesetzeskonform gehandelt haben.