11:05 18 Januar 2017
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    "Gaseta": Für PC-Datenschutz wurden 2004 in Russland 42 Millionen Dollar ausgegeben

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Die russischen PC-Nutzer haben im vergangenen Jahr 42 Millionen Dollar für Datenschutz-Software ausgegeben. Nach Angaben der Gesellschaft IDC (International Datacasting Corporation) ist das um ein Drittel mehr als im Jahr zuvor, schreibt die Tageszeitung "Gaseta" am Montag.

    Dieser Ausgabeposten wächst mit jedem Jahr. Nach Ansicht von IDC-Analytikern werden die Unternehmen auch künftig mehr für den Datenschutz als für andere Sicherheitssoftware ausgeben. Allerdings sind auch die Ausgaben in anderen Segmenten dieses Marktes beeindruckend: 2004 wurden für integrierte Lösungen 58 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr zuvor und für die Authentifizierungs- und Administrierungssysteme 83 Prozent mehr.

    Nach Ansicht von Timur Farukschin, Leiter des Forschungsbereichs von IDC, zeugt dieses Tempo davon, dass der Markt längst nicht gesättigt ist. "In Russland machen die Datenschutzausgaben nur 0,5 Prozent der gesamten IT-Ausgaben aus, das ist halb so viel wie in der Welt", meint er.

    Die Vorstellung vom Datenschutz reduziere sich heute in vielen Unternehmen auf den Widerstand gegen konkrete Bedrohungen, und zwar vorwiegend von außen: Den Schutz vor Viren, vor Hackerattacken und vor Spams gebe es nahezu in jedem Unternehmen. Dabei müsste zunehmend innerhalb eines Unternehmens nach einem Schädling gesucht werden: Nach Angaben der analytischen Gesellschaft InfoWatch sind bis zu 80 Prozent der Verluste, die mit der Verletzung des Datenschutzes verbunden sind, von Handlungen der Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens verursacht.

    Gerade Mitarbeiter haben beispielsweise dem Ruf von MasterCard, Visa und Bank of Amerika, der Universitäten Stanford und Kalifornien sowie weniger bekannter Unternehmen bzw. Institutionen ernsthaften Schaden zugefügt. Für Russland ist dieses Problem ebenfalls aktuell. In den letzten paar Jahren gab es Informationsverluste u. a. aus der Zentralbank, aus dem Rentenfonds und beim Mobiltelefonunternehmen MTS.

    Nach Ansicht von Experten sollte dies die Unternehmen und Behörden zur Wachsamkeit mahnen und sie zu einer Vergrößerung von Ausgaben für die Datenschutz-Software zwingen. Laut einer IDC-Prognose wird der russische Markt der Datenschutz-Software schneller als der Software-Markt insgesamt wachsen und sich in vier Jahren auf 127 Millionen Dollar belaufen.

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