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    Urteil gegen Iwankow wird am 20. Juli verkündet

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    MOSKAU, 19. Juli (RIA Nowosti). Das Urteil im Fall Wjatscheslaw Iwankow wird am 20. Juli verkündet, teilte sein Rechtsanwalt, Alexander Gofstein, gegenüber Journalisten mit.

    Ihm zufolge erörterte das Moskauer Stadtgericht am Dienstag die Folgen des Freispruchverdikts der Geschworenen in der Strafsache Iwankow, der in Verbrecherkreisen unter dem Spitznamen Japontschik bekannt ist.

    Er erinnerte daran, dass das Gericht, nachdem die Geschworenen die Schuld verneint haben, gemäß Gesetzeslage den Angeklagten nur noch frei sprechen kann.

    Die Geschworenen hatten die Schuldfrage in Bezug auf die Ermordung von zwei Türken durch Iwankow einhellig verneint. Bei der Abstimmung über die Schuldfrage hatten 12 Laienrichter mitgewirkt.

    Iwankow muss schon demnächst aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

    Die Vertreter der Klage erklärten, sie würden gegen einen Freispruch Berufung einlegen.

    Die Staatsanwaltschaft legt Iwankow und seinem Komplizen, dem inzwischen verstorbenen Mafiaboss mit Spitznamen Sliwa, die Ermordung von zwei Türken in einem Moskauer Restaurant im Jahre 1992 zur Last.

    Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte im Juni 2004 bei den USA die Auslieferung Iwankows an Russland beantragt. Die USA-Behörden entsprachen diesem Gesuch.

    Iwankow war am 11. Juli 2004 nach Verbüßung einer fast 10jährigen Haftstrafe aus dem Bundesgefängnis Allenwood in Pennsylvania entlassen und den Einwanderungsbehörden der USA übergeben worden, die seine Auslieferung an Russland veranlassten.