Radio
    Panorama

    Prozesseröffnung wegen Todesfällen in Entbindungsstation

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0
    NOWOSIBIRSK, 19. Juli (RIA Nowosti). In der westsibirischen Stadt Togutschin wurde am Dienstag der Prozess wegen des Todes von drei Neugeborenen in der örtlichen Entbindungsstation eröffnet.

    Auf der Anklagebank sitzt die Chefin der Geburtenabteilung des Zentral-Kreiskrankenhauses, Tatjana Makarowa. Ihr werden Vergehen gegen drei Artikel des Strafrechts zur Last gelegt: fahrlässige Tötung, Fahrlässigkeit und Verletzung der Sanitär- und Hygienenormen mit Erkrankungs- oder Vergiftungsfolgen in mehreren Fällen.

    Im Zuge der Ermittlungen war von der örtlichen Justiz festgestellt worden, dass die Neugeborenen an Infektionen verstorben waren, die sie sich infolge der Verletzung der sanitären Normen in der Entbindungsstation zugezogen hatten.

    In der Gerichtsverhandlung erklärte der Rechtsanwalt der Beschuldigten, dass die Handlungen der Ärzte nicht ursächlich für den Tod der Kinder waren.

    Innerhalb einer Woche verstarben in diesem Frühjahr drei Neugeborene. Der erste Säugling verschied am 14. April. Drei Tage später fand ein neugeborenes Mädchen den Tod. Einen weiteren Tag später starb ein einwöchiger Junge.

    Nach den tragischen Ereignissen wurde über die Entbindungsstation eine Quarantäne verhängt.

    Eine Ärztekommission, die zur Aufklärung der Todesursachen bei den Neugeborenen einberufen worden war, ermittelte nach gründlicher Prüfung der Geburtenstation Fakten der Nichteinhaltung der sanitären Vorschriften.

    Der Staatsanwalt des Kreises Togutschin, Igor Kostenko, legte dar, "die Gesamtheit der Verletzungen der sanitären Normen und Vorschriften" hätten zur Entwicklung der Infektion beigetragen.

    Gleichzeitig verlautbarte die stellvertretende Chefärztin des Zentral-Kreiskrankenhauses von Togutschin, Jelena Siberewa, gegenüber RIA Nowosti, die verstorbenen Neugeborenen seien Frühgeburten gewesen, deren Gewicht jeweils nicht zwei Kilogramm überstieg habe. "Sie waren sehr schwach, darum kamen sie sofort zur Intensivbehandlung, wo versucht wurde, sie zu retten", sagte Siberewa.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren