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    Oberster Gerichtshof Russlands verurteilt drei Richter wegen Betrugs

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    MOSKAU, 25. Juli (RIA Nowosti). Das Oberste Gericht Russlands befand auf seiner heutigen Tagung drei Richter des Betrugs im Zusammenhang mit Moskauer Wohneigentum für schuldig.

    In dem genannten Fall waren die Richter der Gerichte der Moskauer Stadtbezirke, Nina Mischina, Wassili Saweljuk und Nina Iwtschenko angeklagt.

    Das Strafmaß legt das Gericht später fest.

    Das Gericht stellte fest, der bereits verurteilte Kopf einer kriminellen Vereinigung, Alexej Jewstafjew, habe ein Betrugsschema für das Verschieben von Wohneigentum entwickelt. Bandenmitglieder stellten sich mittels gefälschter Papiere als Angehörige von verstorbenen Moskauern vor. Die Richter, in Kenntnis der tatsächlichen Sachlage, erließen vorsätzlich rechtswidrige Entscheidungen. Sie sprachen den vermeintlichen Familienangehörigen Wohnraum als Erbe zu.

    Wie die Untersuchungsbehörden ermittelt hatten, erließen die Richter 80 illegale Gerichtsentscheidungen zugunsten der Wohnungsschwindler. "Durch die Fälschung von Unterlagen in Zivilsachen übergaben sie kommunalen Wohnraum in den Privatbesitz von Strohmännern", heißt es in der Anklageschrift.

    Im vergangenen Jahr hatte das Moskauer Stadtgericht vier Bandenmitglieder, darunter Alexej Jewstafjew, zu Freiheitsstrafen von 9 bis 12 Jahren verurteilt.

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