21:27 22 Januar 2017
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    Sterbliche Überreste des letzten Marineministers des Russischen Reiches nach St. Petersburg umgebettet

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    ST. PETERSBURG, 26. Juli (RIA Nowosti). Die sterblichen Überreste des letzten Marineministers des Russischen Reiches, Iwan Grigorowitsch, sind am Dienstagmorgen in St. Petersburg beigesetzt worden. Vor dem Gebäude der Admiralität fand am Morgen eine Gedenkveranstaltung statt. Anschließend wurde in der Alexander-Newski-Lawra ein Trauergottesdienst zelebriert. Die sterblichen Überreste Grigorowitschs wurden in Begleitung einer Ehrenformation zum Nikolskoje-Friedhof zur Bestattung neben seiner Frau Maria Nikolajewna gebracht. Zu Ehren des Ministers wurde am Grab Salut geschossen.

    An den Trauerfeierlichkeiten nahmen der Befehlshaber der Baltischen Flotte, Admiral Wladimir Walujew, Vertreter der Führung der russischen Kriegsmarine und der Stadtverwaltung von St. Petersburg sowie Verwandte von Grigorowitsch teil. Am Grab des letzten Marineministers wurden Blumen niedergelegt.

    Iwan Grigorowitsch wurde 1853 geboren, absolvierte die St. Petersburger Marineschule. Während des russisch-japanischen Krieges befehligte er das Panzerschiff "Zessarewitsch", stand später an der Spitze des Stabes der Schwarzmeerflotte und war 1911 bis 1917 Marineminister. Nach der Oktoberrevolution von 1917 war Grigorowitsch eine Zeitlang Mitglied der Historischen Marinekommission, die die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges auswertete.

    1923 emigrierte Grigorowitsch mit Zustimmung der Sowjetbehörden nach Frankreich, wo er 1930 starb und in Menton beigesetzt wurde. Vor seinem Tod äußerte er den Willen, in St. Petersburg begraben zu werden.

    Am 15. Juli 2005 lief ein russischer Flottenverband den Hafen von Menton an der französischen Mittelmeerküste an, um die Urne mit der Asche Grigorowitschs an Bord zu nehmen. Am vergangenen Sonntag brachte der Raketenkreuzer "Moskwa" der Schwarzmeerflotte Russlands die Urne nach Noworossijsk.