11:52 16 Januar 2017
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    Truppenkommandeur des Bataillons Wostok wird wegen der Vorgänge in Borosdinowskaja strafrechtlich belangt

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    GROSNY, 28. Juli (RIA Nowosti). Der Kommandeur einer Formation des Bataillons Wostok des Verteidigungsministeriums Russlands wird wegen der Vorgänge in der tschetschenischen Ortschaft Borosdinowskaja vom 4. Juni strafrechtlich zur Verantwortung gezogen, erfuhr RIA Nowosti vom Militärstaatsanwalt der Vereinten Militärgruppierung, Maxim Toporikow.

    Der Staatsanwalt führte aus, es sei festgestellt worden, dass der Kommandeur der Truppeneinheit unter Missbrauch seiner Dienstellung widerrechtlich den Befehl gab, einige Wohnhäuser des Ortes zu durchzusuchen, weil der Vater eines seiner Untergebenen in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni von Extremisten ermordet wurde. Er befahl außerdem, einige Personen zu inhaftieren. Die Bataillonsführung hatte von der Operation keine Kenntnis.

    Der Name des Kommandeurs wird im Interesse der Ermittlungen nicht genannt.

    Zugleich unterstrich Toporikow, es gibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine direkten Beweise dafür, dass Militärangehörige in die Verschleppung oder Ermordung von Menschen verwickelt sind. "Diese Version bedarf einer zusätzlichen Überprüfung, was auf dem Weg der Ermittlungen auch geschieht", fügte der Staatsanwalt hinzu.

    Er teilte mit, dass inzwischen fast alle Bewohner des Ortes, die örtlichen Milizionäre und Militärangehörige des Bataillons Wostok ausgesagt haben. Insgesamt handele es sich um 1.500 Personen.

    Am 4. Juni fand in Borosdinowskaja ein Sondereinsatz statt, in dessen Ergebnis die Ortseinwohner das Verschwinden von elf Personen anzeigten. Das Schicksal der Vermissten ist nach wie vor ungewiss.

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