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    Ein Viertel der in Afghanistan produzierten Drogen kommt nach Russland

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    NISCHNI NOWGOROD, 29. Juli (RIA Nowosti). Ein Viertel der in Afghanistan produzierten Drogen fließt nach Russland, teilte der stellvertretende Chef der russischen Drogenkontrollbehörde, Generaloberst Alexej Sedow, mit.

    "Ein Viertel der in Afghanistan produzierten Drogen fließt über Russland in andere Staaten oder wird innerhalb des Landes abgesetzt", sagte Sedow auf einer Pressekonferenz am Rande der Beratung der Leiter der Drogenkontrollämter in Nischni Nowgorod.

    Ihm zufolge nahm der Transit afghanischer Drogen über Russland in letzter Zeit zu. Den größten Teil transportieren die Schmuggler in den in ihren Fahrzeugen eingerichteten Verstecken über den föderalen Bezirk Wolga, sagte er. Zugleich werde an der Grenze des Bezirks zu Kasachstan immer weniger Rauschgift beschlagnahmt.

    "Im ersten Halbjahr deckten alle Rechtsschutzbehörden im föderalen Bezirk Wolga insgesamt 14.016 Verbrechen auf, die mit dem illegalen Drogenhandel zusammenhängen. 6.466 von ihnen wurden von Drogenfahndern aufgeklärt", informierte der General.

    Dabei stellten die Drogenfahnder im Wolga-Bezirk rund 450 Kilogramm Rauschgift sicher, darunter 119 Kilogramm Heroin, 151,4 Marihuana und 21 Kilogramm Schlafmohnstroh. Außerdem beschlagnahmten sie 56,2 Kilogramm psychotrope Substanzen, 26,2 Kilogramm stark wirkende Mittel und über 14 Kilogramm Rohstoff für die Drogenproduktion.

    Die russische Drogenkontrollbehörde wurde erst vor zwei Jahren gegründet und musste sich angesichts der schwierigen Situation im Lande unverzüglich an die Arbeit machen: Laut Schätzungen von Experten konsumieren heute drei Prozent der Bevölkerung in Russland Drogen, betonte Sedow.

    Ungeachtet des jungen Alters der Organisation entfallen auf sie 87 Prozent aller Drogen, die in diesem Jahr in Russland beschlagnahmt wurden", ergänzte er.

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