Radio
    Panorama

    Journalisten: Russische Massenmedien verlieren ihre kommunkative Rolle

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 801

    MOSKAU, 01. August (RIA Nowosti). Die russischen Massenmedien büßen ihre Vermittlerrolle im Dialog zwischen Gesellschaft und Macht ein. Das stellten die Teilnehmer einer Rundtisch-Konferenz fest, die am Montag in der RIA Nowosti stattgefunden hat.

    „Die heutigen Massenmedien genießen weder bei der korporativen Gemeinschaft noch bei der Macht Ansehen, um den Dialog führen und eine kommunikative Funktion ausüben zu können. Auch gibt es keine angesehene Medienorganisation, die im Namen der Gesellschaft den Dialog mit Macht und Unternehmertum führen könnte“. Das betonte der Vizepräsident der Eurasischen Akademie für Fernsehen und Rundfunk, Valeri Rusin.

    Die Konferenzteilnehmer äußerten ferner der Meinung, dass die russischen Massenmedien nicht von der Verwaltungsressource kontrolliert werden sollten, zugleich aber eine professionelle und eine sittliche Zensur bräuchten.

    „Die Ideen, die in der Werbung propagiert werden, sind asozial“, meinte Rusin.

    Die Experten, einschließlich Vertreter der Unternehmergemeinschaft, erklärten, sie erwarteten vor allem von den elektronischen und den Printmedien, dass diese sich den moralischen Werten zuwendeten.

    „Die moralischen Werte können weder neu noch alt sein. Aber heute scheint es nicht mehr beschämend zu sein, bei einem Sendeprogramm kein Profi zu sein“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Russischen staatlichen Rundfunkgesellschaft „Golos Rossii“ Diana Berlin.

    Der Generaldirektor der Moskauer internationalen Business-Vereinigung, Alexander Borissow, bemerkte dazu, dass kleinere und mittlere Unternehmer keinen Zugang zu Massenmedien haben. Dabei verknüpften Experten den Fortschritt der russischen Wirtschaft gerade mit der Entwicklung der Privatunternehmen, fügte er hinzu.

    „Das Unternehmertum muss jetzt seine Interessen durch Werbung wahrnehmen, die um 30 bis 40 Prozent im Jahr wächst und dadurch der Entwicklung des Verbrauchermarktes vorauseilt und ein Missverhältnis schafft, das früher oder später die Gewinne beeinträchtigen wird“, sagte Borissow.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren