20:50 26 Juli 2017
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    Parlamentarierin will für Amerikaner die Adoption russischer Kinder verbieten

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    MOSKAU, 2. August (RIA Nowosti). Die für ihre entschiedene Ablehnung der Adoption russischer Kinder durch Ausländer bekannte Parlamentarierin, Jekaterina Lachowa, schlägt vor, in Bezug auf die Länder, wo zahlreiche Fälle der Misshandlung russischer Kinder registriert wurden, ein Moratorium für die Adoption zu verhängen, so vor allem in Bezug auf die USA.

    Am Dienstag sind die ersten Anhörungen im Fall der Amerikanerin Peggy Sue Hilt vor Gericht anberaumt. Ihr wird die Ermordung eines russischen Mädchens zur Last gelegt, das sie an Kindes statt angenommen hatte.

    Die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Familie und Kinder in der russischen Staatsduma, Jekaterina Lachowa, hatte am Montag in einem Interview für RIA Nowosti festgestellt, "in den USA sind 13 russische Kinder ermordet worden". "In keinem europäischen Land gab es so etwas; es muss ein Moratorium gegen dieses Land verhängt werden", unterstrich Lachowa als ihre persönliche Meinung.

    Zugleich verwies sie darauf, dass es keine Beschränkung für die Adoption russischer Kinder geben sollte. "Adoptionen sollten im Interesse der Kinder erfolgen", hob die Abgeordnete hervor.

    Außerdem vertrat sie die Ansicht, dass "die Zeit herangereift ist, für adoptierte russische Kinder die doppelte Staatsbürgerschaft einzuführen".

    Sie unterstrich, dass Russland dadurch in die Lage versetzt wird, die Bedingungen, unter denen adoptierte Kinder im Ausland leben, unter Kontrolle zu behalten.

    Lachowa hält es für erforderlich, gegen den Mythos zu kämpfen, Ausländer würden hauptsächlich behinderte Kinder adoptieren. Sie unterstrich, dass unter den von Ausländern an Kindes statt angenommenen Russen nur 2 Prozent von Geburt an behindert sind.

    Die Abgeordnete fordert, die ordnungs- und strafrechtliche Haftbarkeit von Agenturen, die sich der Vermittlung von Kindern widmen, zu verschärfen.

    Russische Parlamentarier sind auch darüber besorgt, dass die Zahl der von Ausländern adoptierten Kinder die Zahl jener übersteigt, die in Russland eine neue Familie fanden. Lachowa zufolge adoptierten Ausländer im Jahre 2004 etwa 9.600 Kinder, während russische Staatsangehörige nur 7.400 Kinder annahmen.

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