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    Sozialausschuss des Föderationsrates schlägt vor, Ausländern die Adoption russischer Kinder zu verbieten

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    MOSKAU‚ 17. August (RIA Nowosti). Der Ausschuss für Sozialpolitik des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments) schlägt vor, Ausländern die Adoption russischer Kinder zu verbieten. Das teilte die Ausschussvorsitzende Valentina Petrenko am Mittwoch der RIA Nowosti mit.

    Ihr zufolge hatte sich der Ausschuss bereits die Generalstaatsanwaltschaft ersucht, ein Moratorium für die Adoption russischer Kinder durch Ausländer einzuführen.

    "Anlass für unsere Entscheidung waren viele Fälle von Kindermord in Adoptivfamilien. Es handelt sich vor allem um die USA", sagte die Parlamentarierin.

    Sie betonte zugleich, dass unabhängige Adoptionseinrichtungen, die im Unterschied zu akkreditierten spezialisierten Agenturen in Russland unkontrolliert handelten, einen nicht geringen Anteil an der gesetzwidrigen Adoption russischer Kinder durch ausländische Familien hätten.

    Frau Petrenko erinnerte daran, dass in letzter Zeit 13 Kinder aus Russland, die von ausländischen Eltern adoptiert worden waren, Opfer des brutalen Umganges in ihren Adoptivfamilien wurden.

    Laut der Parlamentarierin bereitet der Ausschuss derzeit eine Reihe von Änderungen an den Verfahren der Adoption russischer Kinder vor. Es geht unter anderem um Änderungen am Familienkodex und am Strafgesetzbuch. "Wir schlagen vor, die Verantwortung der Agenturen, die sich mit Adoption beschäftigen, zu erhöhen", sagte sie.

    Außerdem sehen die künftigen Änderungen laut Frau Petrenko die Schaffung sogenannter "Vorzugsbedingungen" für die russischen Adoptiveltern vor. Geplant sei, dass russische Eltern, die kranke Kinder adoptieren, das Recht auf unentgeltliche medizinische Behandlung und auf unentgeltliche Operationen erhalten würden, so die Ausschussvorsitzende.