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    805 000 Personen in Russland hinter Schloss und Riegel

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    MOSKAU, 12. September (RIA Nowosti). In den Anstalten des russischen Strafvollzugssystems werden jetzt insgesamt 805 000 Personen gehalten. Wie der stellvertretende Direktor des Föderalen Dienstes für Strafvollzug Wladimir Semenjuk auf einer Pressekonferenz mitteilte, befinden sich 634 000 Verurteilte, darunter 157 000 Frauen und 14 000 Minderjährige, in den Einrichtungen des Föderalen Dienstes. Laut Semenjuk gibt es bei den Frauenstrafanstalten elf Kinderheime, in denen mehr als 560 Kinder leben.

    Semenjuk bemerkte, das die Zahl der Verhafteten seit der Annahme des neuen Strafprozessbuches zugenommen hat.

    Er betonte, dass das Strafvollzugssystem ein gewaltiges Produktionspotential - 598 Betriebe, 291 Schulen und 338 Fachschulen - hat.

    Außerdem gehören mehr als 130 Krankenhäuser und Polikliniken, fünf Suchtkliniken und 58 Tuberkulose-Einrichtungen zu diesem System.

    Laut Semenjuk hat sich die Situation bei der Tuberkulose in den Haftanstalten Russlands wesentlich verbessert.

    Dies erklärt sich in erster Linie mit der Verbesserung der Finanzierung.

    „Wir haben jetzt die Möglichkeit erhalten, alle notwendigen medizinischen Präparate und Diagnoseausrüstungen zu kaufen. Wenn festgestellt wird, dass ein Mensch krank ist, beginnen wir sofort mit seiner Behandlung“, betonte der stellvertretende Leiter des Föderalen Dienstes.

    Auf die Situation bei den HIV-Infizierten und AIDS-Kranken eingehend, sagte Semenjuk, diese Patienten würden ermittelt und behandelt. „Obwohl dies nicht nur unser Problem, sondern auch das der gesamten Gesellschaft ist“, fügte er hinzu.

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