09:09 17 Dezember 2017
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    Blutbad in Moskauer Synagoge

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    MOSKAU, 11. Januar (RIA Nowosti). Das Gebet in einer Moskauer Synagoge hat am Mittwoch mit einem Blutbad geendet. Mit dem Ruf "Ich bin gekommen, um euch zu töten" brach ein junger, kahlgeschorener Mann in die Synagoge ein.

    Laut den jüngsten Angaben konnte der mit einem Messer bewaffneter Täter zehn Menschen, darunter auch den Rabbiner, verletzen, bevor er überwältigt wurde.

    Die Vereinigung der Jüdischen Gemeinden Russlands bezeichnete den Vorfall als eine "Erscheinung des Faschismus". "Wir haben wiederholt auf die Gefahr der Entstehung von Faschismus in Russland verwiesen", sagte der Sprecher der Vereinigung, Boruch Gorin, vor Ort. "Nun gehen die Faschisten von Worten zu Taten über." Er forderte, faschistische Auswüchse auszumerzen.

    Im Zusammenhang mit dem Vorfall bricht der Hauptrabbiner von Russland, Berl Lazar, seinen Besuch in Israel ab und kehrt nach Moskau zurück, erfuhr RIA Nowosti aus dem Presseamt der Vereinigung der Jüdischen Gemeinden.

    Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat das Massaker in der Moskauer Synagoge scharf verurteilt und den Opfern und deren Familienangehörigen das Mitgefühl ausgedrückt. Sie forderte den Staat und Gesellschaft auf, alles daran zu setzen, um Derartiges künftig zu unterbinden.

    Eine Reaktion der israelischen Botschaft liegt noch nicht vor. "Wir analysieren die eingehenden Informationen", sagte ein Mitarbeiter der Botschaft.