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    Gedenken zum Jahrestag des Endes der Leningrader Blockade

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    SANKT PETERSBURG, 27. Januar (RIA Novosti). In Sankt Petersburg und im Umland wird heute des 62. Jahrestages des Aufbrechens der Leningrader Blockade während des Großen Vaterländischen Krieges gedacht.

    Wie RIA Novosti in der Pressestelle der Stadtverwaltung erfahren hat, nehmen die Veranstaltungen mit Kranzniederlegungen an der Gedenktafel am Haus Nr. 14 auf dem Newskij-Prospekt ihren Anfang. Deren Aufschrift warnt die Einwohner der belagerten Stadt, dass diese Straßenseite der Hauptschlagader am meisten durch Beschuss gefährdet sei.

    Auf den Friedhöfen der Stadt, die den Opfern der Blockade die letzte Ruhestätte boten, werden feierlich Kränze niedergelegt. Am Monument für die heldenhaften Verteidiger Leningrads auf dem Platz des Sieges und im Gedenkpavillon des Moskauer Parks des Sieges werden ebenfalls Gebinde niedergelegt.

    In der Petersburger Staatsuniversität findet am Freitag eine Festveranstaltung statt, bei denen die Überlebenden des Lehrkörpers von ihren Erinnerungen an diese schrecklichen Tage berichten werden. Es werden die Gedichte von Olga Berggolz und Lieder der Kriegszeit vorgetragen.

    Für den morgigen Sonnabend hat das Universitätszentrum für die Erforschung der Kriegsgeschichte zu einem Ski-Langlauf entlang der Frontlinien aufgerufen, an denen die wichtigsten Schlachten um die Stadt an der Newa ausgetragen wurden.

    Zu Ehren der heldenhaften Verteidigung des Brückenkopfs von Oranienbaum startet heute zum achten Mal ein Autokorso. Der Brückenkopf war am 16. September 1941 gebildet worden und verlegte den deutschen Truppen den Weg zur Südküste des Finnischen Meerbusens bei Leningrad. Hier nahm der Kampf zur Durchbrechung der Blockade seinen Anfang.

    Bei dem Korso starten Kriegsveteranen, Schüler und Repräsentanten der Verwaltung in der ersten befreiten Ortschaft, dem Dorf Gostiliza, wo in Massengräbern etwa 3 000 gefallene Sowjetsoldaten ruhen. Bei der Trauerzeremonie wird der Gefallenen mit Kränzen und Blumen gedacht.

    In Gostiliza findet der Korso auch wieder seinen Abschluss, und zwar an der Gedenkstätte Glockenberg, wo sich während der Kämpfe um den Brückenkopf die Beobachtungspunkte der Truppen und schließlich im Jahre 1944 auch der Befehlsstab des Frontkommandeurs, Generaloberst Leonid Goworow, befanden.

    Am Sonntag findet der 37. internationale Marathon über die Distanz von 41,195 Kilometer und die Halbdistanz von 21 Kilometer unter dem Motto "Das Leben ist teuer" statt. Gestartet wird aber auch über 10 und 5 Kilometer. Erwartet werden 700 Läufer aus der näheren Umgebung, den verschiedenen Landesteilen Russlands sowie aus den GUS-Staaten und dem Baltikum.

    Auch bei dieser Gedenkveranstaltung, zu der Kriegsveteranen und Überlebende der Blockade eingeladen worden sind, finden Kranzniederlegungen statt, und es wird zu Ehren der Opfer einen Salut geben.

    Die Leningrader Blockade erstreckte sich über 900 Tage und Nächte. Am 18. Januar 1943 wurde sie bei der heutigen Stadt Kirowsk im Petersburger Umland durchbrochen. Dort trafen die Kämpfer der Leningrader und der Wolchowskij-Front aufeinander. Die Operation hatte am 14. Januar am Brückenkopf Oranienburg begonnen und fand ein Jahr später endgültig den Abschluss. In der nördlichen Metropole Leningrad gab es zum Ende der Blockade am 27. Januar einen großen Salut.

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