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    Soldatenmisshandlung in Panzerschule Tscheljabinsk wurzelt in Menschenverachtung

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    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Der tragische Vorfall in der Panzerschule Tscheljabinsk ist ein Ausdruck fehlender Traditionen der Achtung des Menschen und der Untätigkeit der Beamten. So äußerten sich die Partei Jabloko und die überregionale Organisation "Soldatenmütter".

    Der Parteichef von Jabloko, Grigori Jawlinski, und die Vorsitzende der Soldatenmütter, Swetlana Kusnezowa, beklagen in einer gemeinsamen Erklärung in diesem Zusammenhang, dass das wichtigste Staatsgeheimnis Russlands, welches mit allen Mitteln gehütet wird, das Wohlergehen und die Sicherheit der Obrigkeit ist. Die Missstände in der Armee würden tatenlos hingenommen, meinen die Autoren.

    "Das ist seit langem und fast schon überall so. Wenn diese Politik nicht mit Stumpf und Stiel ausgerottet wird, kommen auf das Land katastrophale Zustände zu", stellen die Autoren der Erklärung fest.

    Dem Opfer der Misshandlungen, Andrej Sytschow, wird grenzenlose Anteilnahme ausgedrückt.

    In der Offiziersschule der Panzertruppen in Tscheljabinsk hat laut Angaben der Staatsanwaltschaft eine Gruppe von Militärangehörigen des Ausbildungsbataillons in der Neujahrsnacht Soldaten geschlagen. Einem der Soldaten, Andrej Sytschow, der mehr als drei Stunden lang Quälereien ausgesetzt war, mussten als Folge beide Beine und die Genitalien amputiert werden.

    Der russische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Sergej Iwanow hat am Freitag mitgeteilt, dass sieben Täter, darunter Offiziere, in Haft genommen worden sind. Iwanow entrüstete sich bei dieser Gelegenheit darüber, dass der Vorfall vertuscht worden war.

    "Warum gab es 25 Tage lang keinen Bericht? Wir werden von den Generalen Rechenschaft fordern", sagte Sergej Iwanow, dem zufolge das Verteidigungsministerium in diesem Zusammenhang eine gründliche Innenrevision angeordnet hat.

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