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    Ex-Oligarch Beresowski zieht gegen Lettland vor Gericht

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    RIGA, 27. Januar (RIA Novosti). Boris Beresowski, ehemaliger russischer Oligarch, will die Entscheidung der lettischen Behörden, die ihn als Persona non grata erklärt hatten, bei europäischen Gerichten anfechten.

    Wie er am Freitag in einem Interview gegenüber dem lettischen Fernsehsender LNT sagte, bereiten seine Anwälte die notwendigen Unterlagen vor, um sich mit einer Klage gegen die Entscheidung der lettischen Behörden an das Europäische Gericht zu wenden.

    Ende vorigen Jahres ließ der lettische Sicherheitsrat Boris Abramowitsch Beresowski auf die "schwarze Liste" setzen. Das Gesuch des in Ungnade gefallenen Ex-Oligarchen, diese Entscheidung aufzuheben, wurde vom Obersten Gericht Lettlands abgelehnt.

    Auf der "schwarzen Liste" landete Beresowski auf Empfehlung des Nationalen Sicherheitsrates Lettlands vom 19. Oktober 2005, nachdem er zusammen mit dem Bruder des US-Präsidenten Neil Bush Lettland zur Präsentation von Lernprogrammen für Kinder besucht hatte. Dieser Besuch löste im Kreml Proteste aus.

    Im September 2005 hatte die russische Generalstaatsanwaltschaft einen Antrag auf die Rückführung von Beresowski an die lettischen Behörden gerichtet. Es hieß damals, Beresowski werde schwerwiegenden Betrugs beschuldigt, den er auf dem russischen Territorium begangen hatte.

    Beresowski steht auf der internationalen Fahndungsliste. Seit 2000 lebt er im Londoner Exil. Im September 2004 gewährte ihm Großbritannien politisches Asyl.

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