18:04 20 September 2018
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    Verstöße gegen Hygienevorschriften zogen beim Dacheinsturz Todesopfer nach sich

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    MOSKAU, 26. Februar (RIA Novosti). Wenn auf dem Markt im Moskauer Stadtbezirk Basmanny die Hygienevorschriften eingehalten worden wären, hätte es keine Todesopfer gegeben.

    Nicht ein Mensch, so unterstrich der Chef der russischen Hygieneinspektion, Gennadi Onischtschenko, in einem Interview für RIA Novosti, hätte ums Leben kommen müssen. Den Vorschriften zufolge haben "die Märkte nachts zu schließen, und keine Person hätte sich dort aufhalten dürfen." Doch solange die Beschäftigten dort leben und schlafen würden, könne von einer Einhaltung der Normen keine Rede sein.

    Der Beamte unterstellte, dass die meisten Opfer illegale Gastarbeiter gewesen seien. Wenn die Wirtschaft diese Arbeitskräfte benötige, dann müsse auch für entsprechende Aufenthaltsbedingungen gesorgt werden, auch deshalb, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

    Die Mitarbeiter seiner Behörden würden inzwischen die Märkte Moskaus inspizieren, um weiteren Katastrophen vorzubeugen.

    Bei dem Dacheinsturz auf dem Moskauer Basmanny-Markt am 23. Februar sind 13 000 Quadratmeter Fläche verwüstet worden. Nach letzten Angaben des russischen Zivilschutzministeriums sind bei der Tragödie 66 Personen, die meisten aus Aserbaidschan, ums Leben gekommen.

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