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    Ausländische Lawinenopfer handelten nicht leichtfertig

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    IRKUTSK, 09. März (RIA Novosti). Die ausländischen Touristen, die gestern im Gebiet des Baikalsees von einer Lawine verschüttet worden sind, haben gegen keine Sicherheitsmaßnahmen verstoßen, hat RIA Novosti am Donnerstag vom Leiter der örtlichen Such- und Rettungstrupps, Wadim Rejter, erfahren.

    "Die ausländische Gruppe mit 21 Mann war ordentlich beim Zivilschutz angemeldet und vorschriftsgemäß für die Tour mit Snowboards ausgerüstet", betonte der Gesprächspartner von RIA Novosti.

    Beim plötzlichen Lawinenabgang seien zwei Deutsche und zwei Franzosen verschüttet worden. Durch ihre speziellen Signalgeber konnten sie jedoch schnell gefunden und aus dem Schnee geborgen werden. Die beiden Franzosen seien aber schon tot gewesen.

    Beim Zivilschutz hieß es, dass die Abfahrt mit Snowboards von den Bergen eine der gefährlichsten Extremsportarten ist. Die Möglichkeit von Unfällen könne auch dann nicht ausgeschlossen werden, wenn alle Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

    19 Touristen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland seien gestern per Helikopter in die Stadt Baikalsk gebracht worden. Wegen widriger Wetterbedingungen könnten die Rettungstrupps gegenwärtig aber nicht noch einmal ausrücken, um die Überreste der Opfer zu bergen.

    Die Lawine war am Mittwoch im Tagesverlauf an einem der Abhänge des Bergmassivs Chamar-Daban im Gebiet des Flusses Ossinowka in der Republik Burjatien niedergegangen. Ein Charter-Hubschrauber hatte die Gruppe der Extremsportler zum Snowboarden in die Berge gebracht worden.