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    Ernsthaftes Risiko: Fernrohrleitung im Kaspischen Meer

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Die Verlegung einer Fernrohrleitung auf dem Grund des Kaspischen Meeres birgt ernsthafte Risiken für die Region in sich.

    Das sagte Alexander Golowin, Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, am Mittwoch nach einer Sitzung der Sonderarbeitsgruppe für Kaspisches Meer.

    "Die Fernrohrleitung ist ein ernsthaftes Risiko und eine ernsthafte Gefahr, die das Wohlergehen der gesamten Region in Frage stellen kann. Das Problem muss unter Beteiligung aller Kaspistaaten gelöst werden, unabhängig davon, um welche Trasse es geht", sagte der Diplomat.

    Zugleich ist Chalaf Chalafow, Leiter einer aserbaidschanischen Delegation, der Meinung, dass die Verlegung der Fernrohrleitung auf dem Grund des Kaspischen Meeres keine Probleme auslösen soll. "Es gibt Argumente der russischen Seite. Aber auch Spezialisten der Republik Aserbaidschan haben ihre Interpretation. In der Weltpraxis sind zahlreiche Beispiele der Verlegung von Fernrohrleitungen unter ähnlichen Bedingungen bekannt", sagte Chalafow.

    Jerik Utembajew, Leiter einer kasachischen Delegation und Sonderbotschafter des Außenministeriums dieser Republik, erklärte seinerseits, dass man an die gesamte Tätigkeit am Kaspischen Meer auf der Grundlage von Weltstandards herangehen muss. "Meines Erachtens müssen die Forderungen an technologische Rohrleitungen und Fernrohrleitungen für alle gleich sein", sagte er.

    Auf die militärische Abgrenzung auf dem Kaspischen Meer eingehend, sagte Chalafow, dass die Frage über die Nichtpräsenz von Streitkräften der Drittländer auf dem Kaspischen Meer ein wichtiger Bestandteil der Frage der Sicherheit ist, die im Rahmen der Konvention über den Rechtsstatus des Meeres bestimmt wird.

    Utembajew erklärte auch, dass die Frage der militärischen Präsenz auf dem Kaspischen Meer nicht gesondert geprüft werden darf. Ihm zufolge setzt diese Frage eine vielgestaltige Zusammenarbeit voraus. "Hier sollen nicht nur die Seestreitkräfte, sondern auch die Zoll- und Grenzdienste zusammenwirken. Außerdem entstehen im Zusammenhang mit neuen Herausforderungen und Gefahren viele Fragen, die eine gemeinsame Lösung erfordern", sagte er.

    Er teilte auch mit, dass der kasachische Präsident eine Idee zur Ausarbeitung eines politischen Dokuments - eines Paktes der Stabilität auf dem Kaspischen Meer - vorgebracht hatte.

    "In jedem Fall darf man nicht die Frage des militärischen Zusammenwirkens und der militärischen Tätigkeit auf dem Kaspischen Meer unter einem Aspekt prüfen. Alle Fragen müssen komplex gelöst werden", schlussfolgerte Utembajew.

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