14:17 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Panorama

    "Wedomosti": Russen glauben nicht an faire Wahlen

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    MOSKAU, 02. Mai (RIA Novosti). Die russischen Wähler glauben in ihrer Mehrheit nicht, dass von ihren Sympathien etwas abhängt. Vom neuen Staatschef erwarten die Bürger Ergebnisse in der Wirtschaft. Den Schutz des Privateigentums und ihrer eigenen Rechte zählen sie nicht zu Prioritäten, schreibt die Tageszeitung "Wedomosti" am Dienstag.

    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum vom Ende April hoffen nur 33 Prozent auf einen realen Kampf bei den Präsidentschaftswahlen. 51 Prozent sind der Auffassung, dass "nur der Schein eines Kampfes erzeugt wird, Präsident aber wird derjenige, auf den Putin hinweisen wird".

    Mit 49 Prozent möchten die meisten, dass Putins Nachfolger die bisherige Politik fortsetzt. 33 Prozent wären für einen Kurswechsel. 73 Prozent würden den nächsten Präsidenten bitten, sich auf die Steigerung der Wirtschaft und 62 Prozent auf die Wiederherstellung der sozialen Gerechtigkeit konzentrieren. Nur 13 Prozent interessieren sich für Festigung der Demokratie und Schutz der Freiheiten. Für sieben Prozent ist die Gewährleistung der Unantastbarkeit des Privateigentums wichtig. Befragt wurden 1 600 Personen in 46 Regionen Russlands.

    Wie Leonid Sedow, Experte des Meinungsforschungsinstituts, feststellt, gibt es eine starke konformistische Bevölkerungsschicht, die mit der jetzigen Politik Putins völlig zufrieden sind. "Laut unseren Umfragen sind es 35 bis 37 Prozent", sagt er. "Weitere 17 bis 20 sind eine überzeugte Opposition und wollen gegen den ‚Nachfolger' stimmen. 40 Prozent der Befragten gaben an, sie würden ‚je nach Umständen' stimmen."

    Die Stimmungen in der Gesellschaft sind auch deshalb nicht allzu wichtig, weil die Wahl der Person, auf die Putin hinweisen wird eine Sache der Technik ist, behauptet der Politologe Dmitri Badowski. Wichtiger sind andere, nicht öffentliche Eigenschaften: Inwieweit ist er für die bewaffneten Strukturen akzeptabel, wie wird er von regionalen Eliten aufgenommen, für wen sympathisiert Putin und wie willenstark ist der Nachfolger.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren