15:01 15 Dezember 2017
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    Russischer Banker wegen Unterschlagung zur Fahndung ausgeschrieben

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    MOSKAU, 02. Mai (RIA Novosti). Der frühere Vizevorstandschef der Unikumbank, Andrej Gloriosow, bleibt auf der Fahndungsliste der russischen Justiz.

    Das entschied ein Moskauer Stadtbezirksgericht am Dienstag. Nach Gloriosow werde international gesucht, erfuhr RIA Novosti im Gericht.

    Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Banker vor, etwa 231 Millionen US-Dollar unterschlagen zu haben, die für die Kreditierung Indiens beim Kauf von MiG-29-Kampfflugzeugen bestimmt waren. Gloriosow drohen zehn Jahre Haft.

    Die Untersuchung gelangte zu dem Schluss, dass eine Gruppe von Amtsträgern des Finanzministeriums und des staatlichen Flugzeugbetriebes MAPO im Februar-Mai 1997 eine verbrecherische Abmachung mit leitenden Repräsentanten einiger Moskauer Geschäftsbanken getroffen hatten. "Unter dem Deckmantel der Gewährung eines Kredits an Indien für den Kauf von MiG-29-Flugzeugen wurden Haushaltsmittel in Höhe von mehr als 231 Millionen Dollar unterschlagen", behauptet die Generalstaatsanwaltschaft. An diesem Betrug sei auch der frühere Vizevorstandschef der Unikumbank beteiligt gewesen.

    Gloriosow war am 19. Januar 2004 zur föderalen und am 4. August 2005 zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden. Ein Moskauer Stadtbezirksgericht erließ Haftbefehl gegen den Banker.

    Gloriosows Anwalt Boris Kusnezow bezeichnete die Entscheidung des Gerichts als "absoluten Wahnsinn". "Die Generalstaatsanwaltschaft weiß sehr gut, dass sich mein Mandant seit 1997 in Luxemburg aufhält, wo er als Zeuge zwei Mal aussagen musste. Gloriosow ist bei der Botschaft Russlands in Luxemburg registriert. Sein Aufenthalt im Lande ist legal."

    "Es fragt sich, warum eine Unmenge von Dokumenten ausgefertigt, Gloriosows Nachbarn in Moskau und Mitarbeiter der Kommunalbehörde verhört werden sollten, wenn die Justiz ohnehin schon weiß, dass Gloriosow jetzt nicht in Moskau, sondern in Luxemburg ist.", äußerte der Anwalt.

    Er wolle eine Berufungsklage gegen den jüngsten Gerichtsbeschluss einreichen. "Dieser Gerichtsbeschluss ist nicht legitim und haltlos", sagte Kusnezow.

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