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    Flugzeugkatastrophe am Schwarzen Meer - Zusammenfassung

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    Airbus-Katastrophe (45)
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    ROSTOW AM DON/JEREWAN/MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Ein Airbus A-320 der armenischen Fluggesellschaft Armavia (Bordnummer 32009) ist in der Nacht zum Mittwoch auf einem Linienflug aus der armenischen Hauptstadt Jerewan in den russischen Badeort Sotschi kurz vor der Landung ins Schwarze Meer abgestürzt.

    Das ist die erste Katastrophe eines Airbus in Russland.

    Ursache der Tragödie war offenbar das schlechte Wetter vor Ort.

    Der Airbus verschwand um 02.15 Uhr Moskauer Zeit (00.15 MEZ) von den Radarschirmen. Retter fanden das Wrack in weniger als zwei Stunden - um 04.05 Uhr Moskauer Zeit.

    Das Flugzeug war beim zweiten Landeanflug ins Wasser abgestürzt.

    An Bord des Flugzeuges befanden sich 113 Passagiere, darunter sechs Kinder. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen alle ums Leben. Der offizielle Vertreter des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin, sagte zu RIA Novosti, dass sich 26 russische Bürger an Bord des Flugzeuges befanden.

    Bislang wurden 25 Leichen aus dem Wasser geborgen.

    Russlands Transportminister Igor Lewitin hat sich bereits zur Unglücksstelle begeben. Um die Ursachen der Katastrophe zu klären, wird auch Armeniens Verteidigungsminister Sersch Sarkissjan nach Russland kommen.

    Das Wrack des Flugzeuges liegt in einer Tiefe von 400 Metern.

    Der stellvertretende Leiter der Verwaltung Information und PR des russischen Zivilschutzministeriums (MTschS), Viktor Belzow, sagte, dass man erst nach dem Auffinden der Flugschreiber und der Auswertung der Daten endgültig über die Ursachen des Flugzeugabsturzes sprechen kann. "Bislang wurden die Flugschreiber nicht gefunden", sagte er.

    Zum Fakt der Flugzeugkatastrophe leitete die russische Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren ein.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte das Flugzeug den Landeanflug begonnen. Aber wegen des schlechten Wetters (Sturm der Stärke 4) schlug der Fluglotse der Besatzung vor, nach Jerewan zurückzukehren. Später wurden der Besatzung zwei Landebahnen mit einer Sicht von 100 und 360 Metern angeboten. "Die Sicht war schlecht. Aber auch bei einer solchen Sicht kann man landen", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft.

    Die Fluggesellschaft Armavia hat in Jerewan eine Hotline geschaltet, über die man die Information über die Flugzeugkatastrophe bekommen kann: +37- 410 - 28-63-56.

    Wie Artjom Mowssissjan, Leiter der Hauptverwaltung Zivilluftfahrt Armeniens, vor der Presse erklärte, befand sich das Flugzeug in einem guten technischen Zustand.

    Ihm zufolge hatten Experten von Sabina Technics unmittelbar vor dem Start aus Jerewan ein positives Gutachten über den technischen Zustand des Flugzeuges erstellt.

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