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    Erster Unfall mit Airbus A-320 in Russland

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    Bei dem Absturz des Passagierjets A-320 in der vergangenen Nacht handelt es sich um den ersten Unfall einer Maschine dieser Klasse in Russland, erfuhr RIA Novosti aus der Zentrale des Einheitlichen Systems der russischen Flugaufsicht.

    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Bei dem Absturz des Passagierjets A-320 in der vergangenen Nacht handelt es sich um den ersten Unfall einer Maschine dieser Klasse in Russland, erfuhr RIA Novosti aus der Zentrale des Einheitlichen Systems der russischen Flugaufsicht.

    Ein Passagierflugzeug A-320 einer armenischen Fluggesellschaft ist in der Nacht zum Mittwoch in der Nähe des russischen Badeorts Sotschi ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord befanden sich 113 Menschen. Sie alle kamen nach bisherigen Erkenntnissen ums Leben.

    Wie ein Experte der Flugnavigation der RIA Novosti mitteilte, sind die Flugzeuge dieses Typs erst seit fünf Jahren in Russland im Einsatz. Sie seien höchst zuverlässig und haben mindestens vier Sicherheitsstufen. "Ein solches Flugzeug ,kaputtzufliegen' ist so gut wie unmöglich. Die Flugzeugführung ist völlig automatisch, die Maschine reguliert selbständig die Flughöhe usw.", äußerte der Experte. Ihm zufolge ist die Absturzursache deshalb unklar.

    "Eine derart zuverlässige Maschine konnte entweder aufgrund von Kraftstoffmangel (da sie mehrmals den Landeanflug einleiten musste) oder wegen menschlichen Versagens verunglücken", mutmaßte er.

    Dem Experten zufolge lässt sich die Landung der A320 vorprogrammieren. Der Flughafen Sotschi hat zwei Landebahnen. Nachdem die Landung auf der ersten Bahn misslungen war, leitete das Flugzeug den zweiten Landeanflug ein. Der Fluglotse wies der Maschine diesmal die zweite Landebahn zu, und die Piloten mussten das Landeprogramm umprogrammieren. "Das Problem ist, dass man bei einer solchen Landung nicht überprüfen kann, ob das neue Programm ausgeführt wird", sagte der Experte. Seinen Worten nach musste die A-320 unter schlechten Witterungsbedingungen landen, es regnete heftig, die Wolkenhöhe betrug 100 Meter.

    Bisher gab es weltweit acht Unfälle mit A-320-Flugzeugen, erinnerte der Experte.

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