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    Chodorkowski im Gefängniskrankenhaus

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    Der Ex-Chef der Ölfirma Yukos Michail Chodorkowski, der eine achtjährige Haftstrafe in einem südsibirischen Straflager verbüßt, liegt seit einigen Tagen im Gefängniskrankenhaus.

    NOWOSIBIRSK, 03. Mai (RIA Novosti). Der Ex-Chef der Ölfirma Yukos Michail Chodorkowski, der eine achtjährige Haftstrafe in einem südsibirischen Straflager verbüßt, liegt seit einigen Tagen im Gefängniskrankenhaus.

    Dies teilte Chodorkowskis Anwältin Natalja Terechowa am Mittwoch der RIA Novosti mit, ohne die Gründe zu nennen, warum ihr Mandant im Krankenhaus ist. Zugleich widersprach sie Medienberichten, wonach Chodorkowski im Gefängnislazarett wegen Vergiftung behandelt werde.

    Terechowa erinnerte daran, dass ihr Mandant am 20. April aus einer Gemeinschafts- in eine Einzelzelle überführt werden musste, nachdem ein Insasse ihn mit dem Messer verletzt hatte.

    Der Anwältin zufolge wohnte Chodorkowski am heutigen Mittwoch einer Gerichtssitzung bei, in der seine Beschwerde gegen eine Disziplinarstrafe behandelt wurde. Somit gab Terechowa zu verstehen, dass Chodorkowski nichts Schlimmes passiert ist.

    Am Mittwoch teilte Alexander Sidorow, Pressesprecher der russischen Strafvollzugsbehörde, mit, dass Chodorkowski drei Tage zuvor in Hunger- und Durststreik getreten sei, um eine Überführung in die Gemeinschaftszelle durchzusetzen. "Chodorkowski erklärte dabei, dass sein Leben außer Gefahr ist", berichtete Sidorow. "Als er drei Tage später begann, Essen zu sich zu nehmen, wurde ihm übel", sagte Sidorow. Gegenwärtig befinde sich Chodorkowski im Krankenhaus, sein Leben sei außer Gefahr.

    Der ehemalige russische Ölmagnat Chodorkowski war wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Seit Oktober 2005 sitzt er in einem Straflager in der Kleinstadt Krasnokamensk 550 Kilometer von Tschita, der Hauptstadt des gleichnamigen Gebiets.

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