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    Wovor haben die Russen Angst?

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    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Wovor die Russen Angst haben und was sie von ihrer Zukunft erwarten, sind Themen der jüngsten Umfrage des staatlichen Russischen Zentrums für Meinungsforschung (WZIOM).

    Die meisten der Befragten - 51 Prozent - befürchten besonders den Tod ihrer Angehörigen auf Grund einer schweren Krankheit oder bei einem Unfall. Vor dem eigenen Tod oder vor einer eigenen schweren Erkrankung haben 43 Prozent Angst.

    53 Prozent gaben an, sie hätten die größte Angst davor, dass ihre Verwandten Verbrechern zum Opfer fallen könnten. Weniger Russen (40 Prozent) befürchten dabei, selbst Opfer von Kriminellen zu werden. Und nur 25 Prozent fürchten, dass sich Kriminelle an ihrem Vermögen vergreifen können.

    Jeder dritte Bürger Russlands hat Angst vor Natur- und Umweltkatastrophen. Etwa die gleiche Zahl der Befragten (28 Prozent) nannten soziale Konflikte und Kriege als besonders gefährlich. Das beunruhigt vor allem die Jüngeren. Die Älteren haben öfter Angst vor Einsamkeit. In allen Altersgruppen befürchten 21 Prozent die Einsamkeit besonders. 13 Prozent der Befragten haben Angst, inhaftiert zu werden.

    Was die Gefahren für das ganze Land anbetrifft, so finden 35 Prozent der Russen den Preisanstieg und hohe Preise besonders alarmierend. Genauso groß ist in den letzten Jahren die Angst vor der Kriminalität geworden.

    Vor Arbeitslosigkeit haben 24 Prozent der Befragten und vor wirtschaftlichen Problemen 25 Prozent Angst. Unter anderen Problemen und Gefahren für das Land nannten 18 Prozent den Wohnungsmangel und jeweils 10 Prozent die Situation des Gesundheitswesens und der Rentenversicherung.

    Nur 9 Prozent halten den Terrorismus und 3 Prozent Mängel in der Verteidigung und der Außenpolitik für die größte Gefahr.

    Zwei Drittel der Bevölkerung, 66 Prozent, meinen, dass das Leben hier zu Lande von Jahr zu Jahr immer gefährlicher wird. 29 Prozent, vorwiegend aus der jüngeren Altersgruppe, sind dabei einer entgegengesetzten Meinung.

    81 Prozent der Befragten meinen, dass sie sich im Notfall nur auf sich selbst und auf die Nächsten verlassen können. Und nur 18 Prozent glauben, dass ihre Sicherheit von den Behörden, insbesondere von der Polizei und den Rettungsdiensten, abhängt. Die Wohlhabenden vertrauen dabei den Behörden mehr, als die weniger Bemittelten.

    8 Prozent der Befragten sehen in der Person des Präsidenten ihren Hoffnungsträger.

    Befragt wurden 1600 Personen in 153 Ortschaften aus 46 russischen Regionen. Die statistische Fehlerquote liegt nicht über 3,4 Prozent.

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