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    Russisch-Orthodoxe im In- und Ausland sehen der Wiedervereinigung entgegen

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    SAN FRANZISKO, 12. Mai (RIA Novosti). Nach der am Freitag beschlossenen Resolution des 4. Auslandskonzils wird die Wiedervereinigung der Russischen Kirche nicht mehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Das sagte der Sekretär für interorthodoxe Beziehungen des Moskauer Patriarchats, Oberpriester Nikolai Balaschow, in einem Interview für RIA Novosti.

    "Wie der Allerheiligste Patriarch Alexi nicht nur einmal bezeugte, haben wir die andauernde Trennung immer schmerzvoll empfunden. Deshalb bedeutete für uns die Nachricht, dass die Russische Kirche im Ausland zur Wiedervereinigung bereit ist, eine Osterfreude", sagte Balaschow.

    Dem Geistlichen zufolge wurde die Resolution des Auslandskonzils im Moskauer Patriarchat mit Genugtuung aufgenommen. Sie "bietet die Möglichkeit, die Vollkommenheit der ökonomischen Gemeinschaft und der Einheit der Russischen Kirche, die durch die tragischen Ereignisse vom 20. Jahrhundert gespalten war, wieder zu erlangen". "Wir hoffen, dass die Beschlüsse des Erzbischöflichen Konzils der Russischen Kirche im Ausland, das in der nächsten Woche eröffnet wird, der Wiederaufnahme der Gemeinschaft in nächster Zeit dienlich sein werden", sagte der Sprecher.

    "Besonders erfreulich ist der Umstand, dass die Resolution des Konzils mit überwiegender Stimmenmehrheit angenommen wurde. Dies ist ein Beweis dafür, dass der Klerus und die Weltlichen der Russischen Kirche im Ausland ebenso wie die Gläubigen in Russland hoffnungsvoll auf die Überwindung der Kirchenspaltung warten", fügte Balaschow hinzu.

    Von der Bereitschaft des Moskauer Patriarchats zur Wiederaufnahme der eucharistischen Gemeinschaft würden die Beschlüsse des Erzbischöflichen Konzils der Russisch-Orthodoxen Kirche vom Herbst 2004 zeugen, das die Dokumente der Verhandlungskommissionen des Moskauer Patriarchats und der Russischen Kirche im Ausland gebilligt und den Heiligen Synod mit den Vollmachten ausgestattet habe, die "für den Akt der kanonischen Vereinigung" notwendig seien, sagte der Sekretär.

    Alle Fragen, die noch zu lösen sind, um die Hindernisse für die Vereinigung auszuräumen, hatten die Kommissionen des Moskauer Patriarchats und der Auslandskriche bei ihrer Zusammenarbeit in den vergangenen beiden Jahren erörtert. Abgesteckt wurden auch Lösungswege für die noch offen gebliebenen praktischen und kirchlich-kanonischen Fragen.

    Die Wiedervereinigung der Kirche wird "die Wiederherstellung unserer nationalen Integrität und die Heimkehr aller geistigen Ideale bedeuten, als deren Träger sich die Anfang des 20. Jahrhunderts Vertriebenen und ihre Nachkommen bezeichnet hatten", betonte Balaschow.