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    Untersuchungshaft für russischen Ex-Atomminister wieder verlängert

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    MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti). Der russische Ex-Atomminister Jewgeni Adamow (67), muss mindestens bis zum 08. August in Untersuchungshaft bleiben.

    Das entschied das Moskauer Stadtgericht am Dienstag auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft.

    Adamows Rechtsanwalt Genri Resnik bezeichnete das Gerichtsurteil als rechtswidrig. Die Richterin habe sich über die Argumente der Verteidigung hinweggesetzt und die Normen der Strafprozessordnung nicht eingehalten, sagte er.

    Die bisherige Untersuchungshaft für Adamow wäre am 08. Juni abgelaufen.

    Die russische Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Ex-Minister Betrug und Amtsmissbrauch vor. Adamow selbst beteuert seine Unschuld.

    Jewgeni Adamow, von 1998 bis 2001 russischer Minister für Atomenergie, war am 2. Mai 2005 in Bern auf Antrag des amerikanischen Justizministeriums festgenommen worden. Die USA beschuldigten ihn, neun Millionen Dollar aus einem US-Programm für Russland veruntreut zu haben.

    Am 17. Mai 2005 hatte Russland einen Auslieferungsantrag gestellt. Erst am 24. Juni legten die USA ihr offizielles Auslieferungsbegehren vor.

    Die Schweizer Behörden beschlossen zunächst, Adamow an die USA zu überstellen. Am 22. Dezember hob das Schweizer Bundesgericht diesen Beschluss auf und bestätigte den Vorrang des russischen Auslieferungsantrags gegenüber dem amerikanischen Begehren. Am 30. Dezember 2005 wurde Adamow an Russland ausgeliefert. In den USA hätten ihm bis zu 60 Jahre Freiheitsentzug und eine Geldstrafe in Höhe von 1,75 Millionen Dollar gedroht.

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