12:07 23 Juli 2018
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    Drei Viertel der russischen Burger gegen Gay-Parade in Moskau

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    MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti). Das jungste Verbot einer Gay-Parade durch die Moskauer Stadtbehorden unterstutzen drei Viertel (77 Prozent) der Teilnehmer einer Umfrage, die vom Fonds "Offentliche Meinung" am 3. und 4. Juni durchgefuhrt wurde.

    Lediglich neun Prozent der Befragten sind gegen diese Entscheidung der Stadtverwaltung, 14 Prozent haben sich keine Meinung dazu gebildet. Bemerkenswert ist, dass die Antworten vom Alter, vom Bildungsniveau, vom Einkommen und dem Wohnort der Respondenten kaum abhangen. Der gro?te Unterschied ist dabei zwischen den Antworten der Manner (81 Prozent) und der Frauen (73 Prozent) zu verzeichnen.

    Das haufigste Argument der Gegner der Gay-Parade ist die Ablehnung einer offentlichen Demonstration nicht traditioneller sexueller Orientierungen (40 Prozent). Ein weiteres Argument fur das Verbot ist eine strikte Ablehnung des Homosexualismus als eines Phanomens (etwa ein Viertel der Befragten). Drei Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass das Verbot der Gay-Parade im Interesse der sexuellen Minderheiten selbst (gemeint ist ihre Sicherheit) gelegen habe, zwei Prozent glauben, die russische Gesellschaft sei zu solchen Veranstaltungen noch nicht bereit.

    Die Gegner des Verbotes erachten diese Entscheidung als Versto? gegen die Menschenrechte (vier Prozent), weitere zwei Prozent sind der Ansicht, das solche Paraden niemanden storen wurden, oder geben den Teilnehmern solcher Paraden folgende Einschatzung: "Sie sind Menschen, wie wir" und "Jeder wahlt, was ihm gefallt" (je ein Prozent).

    Wie die Umfrage ergeben hat, gibt es in der russischen Gesellschaft keine eindeutige Einstellung zu den Menschen mit besonderen sexuellen Neigungen: Fast die Halfte der Respondenten (47 Prozent) verurteilen Homos und Lesben, etwas weniger - 40 Prozent - stehen ihnen gegenuber neutral. Weitere 13 Prozent der Befragten konnten keine klare Meinung zu den nichttraditionellen Formen der Liebe au?ern.

    Mehr als die Halfte (53 Prozent) der russischen Burger sind der Ansicht, dass die Angehorigen der sexuellen Minderheiten ihre Orientierung vor der Umwelt verheimlichen sollten. 28 Prozent sind dagegen, weitere 19 Prozent haben sich keine Meinung dazu gebildet.

    Elf Prozent der Befragten sind mit Angehorigen sexueller Minderheiten bekannt, 87 Prozent haben keine Bekannten unter Homosexuellen.

    Im Rahmen der Forschung wurden 1500 Personen in 100 Ortschaften aus 44 Regionen Russlands befragt. Der statistische Fehler liegt nicht uber 3,6 Prozent.

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