11:36 24 September 2018
SNA Radio
    Panorama

    Katanandow: Petrosawodsk drohen Unruhen wie in Kondopoga

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 01
    PETROSAWODSK, 05. September (RIA Novosti). Der führende Politiker Kareliens Sergej Katanandow erklärte, dass in Petrosawodsk unbekannte Kräfte versuchen, Unruhen in der Art jener in Kondopoga zu organisieren.

    "Über Internet und SMS fordert jemand die Jugend auf, durch die Straßen zu ziehen. Wir dürfen das nicht zulassen, weil die Situation in Petrosawodsk zu etwas Ärgerem ausarten könnte", sagte Katanandow bei einem Treffen mit den Direktoren der Schulen von Petrosawodsk.

    Er forderte die Pädagogen auf, alle Maßnahmen zu treffen, um dem vorzubeugen, die "gestrauchelten und sonstigen Problemkinder zu erfassen, mit ihnen zu sprechen und sie vor möglichen Provokationen zu warnen".

    Katanandow verwies darauf, dass in Kondopoga das Gros der Pogromhelden junge Leute im Alter bis 20 Jahren seien.

    Er halte es für notwendig, alle Massenveranstaltungen, die in den Lehreinrichtungen von Petrosawodsk geplant sind, auf ein Minimum zu reduzieren.

    Vorige Woche kam es in Kondopoga zu Massenunruhen, die durch den Mord an örtlichen Einwohnern ausgelöst wurden. Der Mord wurde am vergangenen Mittwoch bei einer Schlägerei von Betrunkenen begangen. Die des Verbrechens Verdächtigten sind in der Stadt wohnende Kaukasier.

    In den nachfolgenden zwei Tagen und Nächten wurden mehrere Handelskioske und Geschäfte, deren Besitzer Kaukasier sind, in Brand gesteckt und Vesuche unternommen, das Restaurant, vor dem die Schlägerei passiert war, zu demolieren.

    Am Sonnabend fand eine spontane Kundgebung statt, deren Teilnehmer von den Behörden verlangten, den örtlichen Markt von den Kaukasiern zu befreien und eine Reihe von Wirtschaftsstreiten zugunsten russischer Unternehmer zu regeln. Nach der Kundgebung erhob sich in der Stadt eine neue Welle von Unruhen, bei denen auch marodiert wurde.

    Fünfundzwanzig Teilnehmer der Massenunruhen wurden inhaftiert. Wie RIA Novosti in der Staatsanwaltschaft von Karelien erfuhr, wurden diese Personen in Ordnungshaft genommen. Die Anwendung dieser Maßnahme für weitere 20 Festgenommene wird geprüft. Die anderen Verdächtigten wurden entlassen.

    Insgesamt wurden in Kondopoga auf den Verdacht hin, an den Pogromen und Brandstiftungen teilgenommen zu haben, 109 Personen festgehalten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren