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    Dutzende nach Pogromen in Nordrussland verhaftet

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    Nach Ermordungen und Pogromen in der Stadt Kondopoga (Republik Karelien, Nordwestrussland) sind 14 Strafverfahren eingeleitet und 25 Verdächtige verhaftet worden, teilte Innenminister Raschid Nurgalijew am Donnerstag Journalisten mit.

    GOMEL, 07. September (RIA Novosti). Nach Ermordungen und Pogromen in der Stadt Kondopoga (Republik Karelien, Nordwestrussland) sind 14 Strafverfahren eingeleitet und 25 Verdächtige verhaftet worden, teilte Innenminister Raschid Nurgalijew am Donnerstag Journalisten mit.

    In Kondopoga sind Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft, des Innenministeriums und des Inlandsgeheimdienstes FSB in Einsatz, sagte Nurgalijew nach seiner Ankunft im weißrussischen Gomel, wo er an einer Beratung der Innenministerien beider Staaten teilnehmen wird.

    Er warnte vor übereilten Schlussfolgerungen und Kommentaren. Endgültige Schlüsse sollten Spezialisten ziehen, sagte der Minister.

    In Karelien, einer russischen Teilrepublik an der Grenze zu Finnland, war es vergangene Woche in der Stadt Kondopoga zu regelrechten Pogromen gegen Zugereiste aus dem Kaukasus gekommen. Auslöser der Unruhen war eine Massenschlägerei, bei der Einheimische getötet wurden. Die Bevölkerung macht dafür die Kaukasier verantwortlich. Diese kontrollieren die Großmärkte der Stadt und besitzen viele Geschäfte und Cafés. Am Samstag kam es zu einer Protestaktion gegen die Kaukasier, der weitere Pogrome folgten.

    Nach den Pogromen wurden 109 Verdächtige gestellt, 25 Teilnehmer der Unruhen wurden verhaftet, erfuhr RIA Novosti von der Staatsanwaltschaft Kareliens.

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