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    Die Hälfte der Superreichen von Zentral- und Osteuropa sind Russen

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    In der Liste der 100 reichsten Menschen von Zentral- und Osteuropa lassen sich 48 russische Milliardäre finden. Das meldet die Moskauer Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" unter Berufung auf ein Rating der polnischen Zeitschrift "Wprost".

    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). In der Liste der 100 reichsten Menschen von Zentral- und Osteuropa lassen sich 48 russische Milliardäre finden. Das meldet die Moskauer Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" unter Berufung auf ein Rating der polnischen Zeitschrift "Wprost".

    Nach Angaben der Zeitschrift sei das Gesamtkapital der "goldenen Hundert" binnen eines Jahres schätzungsweise um 74 Prozent auf 257,5 Milliarden Dollar gestiegen. Schon das zweite Jahr hintereinander nehmen Russen die ersten zehn Plätze ein. Ebenso wie vor einem Jahr ist Roman Abramowitsch der Reichste unter ihnen. Die Experten von "Wprost" schätzen sein Vermögen auf 19,5 Milliarden Dollar. Ihm folgen Oleg Deripaska (13 Milliarden Dollar), Michail Fridman (12,4 Milliarden), Alexej Mordaschow (12,3 Milliarden), Wagit Alekperow und Wladimir Lissin (je 12 Milliarden), Wladimir Potanin und Michail Prochorow (je 11,5 Milliarden), Viktor Wekselberg (11 Milliarden) und der Neuling im Rating Sulejman Kerimow (8 Milliarden Dollar).

    Auf mehr als das Doppelte hat sich "der Preis" von Deripaska erhöht, der die Information über die ihm gehörenden Vermögenswerte bekannt gegeben hat. Fridman vergrößerte sein Vermögen um 4,4 Milliarden Dollar, Mordaschow um 6,8 Milliarden Dollar. Den absoluten Rekord hat Alekperow geschlagen, dessen Kapital 2005 auf 3,2 Milliarden Dollar geschätzt wurde, heute jedoch zwölf Milliarden Dollar beträgt.

    Die Ukraine ist durch 15 Personen (gegenüber 7 im Vorjahr) vertreten. Außerdem gehören zur Liste 14 Vertreter Polens, 9 von Rumänien, 4 von Serbien, je 3 von Tschechien und Kroatien und je 2 von Bulgarien und Lettland.

    Jewgeni Jassin, wissenschaftlicher Leiter der Hochschule für Ökonomik (Moskau), sagte in einem Gespräch mit "Nesawissimaja Gaseta", die Methodik der polnischen Experten rufe einige Zweifel hervor. Doch insgesamt nähere sich die "Zahlenreihe" der Wahrheit.

    Der russische Markt benutze die günstige Konjunktur auf dem Weltmarkt von Erdöl, Erdgas und Metall. Zudem sei in den letzten zwei Jahren die Kapitalisierung des russischen Marktes stark gestiegen, führte Jassin weiter aus. Das sei für jene von Vorteil, die von Anfang an reich gewesen seien. In einem Jahr hätten sie ihr jeweiliges Vermögen beinahe verdoppelt, und "dieser Prozess dauert an", sagte Jassin. Alles lasse darauf schließen, dass in einem Jahr die Experten der Zeitschrift "Wprost" in ihre Liste der hundert Top-Reichen von Zentral- und Osteuropa noch mehr Russen aufnehmen würden.

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