22:56 22 Juni 2018
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    Neue Ermittlungsverfahren nach Pogromen in Karelien

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    GOMEL, 07. September (RIA Novosti). Nach den Nationalitäten-Krawallen in der sonst ruhigen Stadt Kondopoga (Republik Karelien, Nordwestrussland) sind 17 Strafverfahren eingeleitet worden, teilte Innenminister Raschid Nurgalijew am Donnerstag Journalisten mit.

    In Kondopoga sind Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft, des Innenministeriums und des Inlandsgeheimdienstes FSB im Einsatz, sagte Nurgalijew. Das Innenministerium werde seine Beurteilung erst dann abgeben, wenn die Ermittlung abgeschlossen ist.

    In Karelien, einer russischen Teilrepublik an der Grenze zu Finnland, war es vergangene Woche in der Stadt Kondopoga zu regelrechten Pogromen gegen Zugereiste aus dem Kaukasus gekommen. Auslöser der Unruhen war eine Massenschlägerei, bei der Einheimische getötet wurden. Die Bevölkerung macht dafür die Kaukasier verantwortlich. Diese kontrollieren die Großmärkte der Stadt und besitzen viele Geschäfte und Cafés. Am Samstag kam es zu einer Protestaktion gegen die Kaukasier, der weitere Pogrome folgten.

    Nach den Pogromen wurden mehr als hundert Verdächtige gestellt, Dutzende Teilnehmer an den Unruhen wurden verhaftet, erfuhr RIA Novosti von der Staatsanwaltschaft Kareliens.

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