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    Schwedens Verteidigungsminister verspricht Aufklärung zum Unglück der Fähre "Estonia"

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    HELSINKI, 19. Dezember (RIA Novosti). Der schwedische Verteidigungsminister Mikael Odenberg erklärte sich bereit, den estnischen Behörden sämtliche Ermittlungsmaterialien zum Unglück des Fährschiffs "Estonia" im Jahre 1994 zur Verfügung zu stellen.

    "Wir haben keinen Grund, die Information zu verheimlichen", sagte der Minister.

    Odenberg äußerte, er hätte nichts dagegen, wenn die Tieftaucher, die das Wrack der "Estonia" untersuchten, von der Geheimhaltungspflicht befreit würden. Dafür wäre jedoch die Zustimmung des schwedischen Schiffahrtsdepartements und einer norwegischen Firma notwendig.

    Nach dem Weihnachtsfest werde er zudem die Übergabe sämtlicher Videoaufnahmen der untergegangenen Fähre an die estnischen Ermittler verfügen, versprach der schwedische Verteidigungsminister.

    Am Mittwoch reist Odenberg nach Estland, um sich mit dem estnischen Amtskollegen Jürgen Ligi zu treffen. Es wird erwartet, dass das Unglück der "Estonia" bei ihrer Unterredung zur Sprache kommen wird.

    Das Fährschiff "Estonia" war in der Nacht zum 28. September 1994 auf dem Weg von Tallinn nach Stockholm in der Ostsee untergegangen. 852 Menschen kamen dabei ums Leben, 137 konnten sich retten. Als offizielle Ursache der Tragödie gelten konstruktionsbedingte Mängel des Fährschiffes und schwierige Wetterbedingungen.

    Doch in Estland und in anderen Ländern gibt es Zweifel hinsichtlich der Schlüsse der Kommission. Laut Vermutungen konnte das Fährschiff nach einer Explosion an Bord, nach dem Zusammenstoß mit einem U-Boot oder aber wegen Handlungen von Schmugglern untergegangen sein, die das Schiff mit Absicht versenkt hätten, um den Transport einer verbotenen Fracht zu verdecken.

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