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    Fall Koslow: Gericht entscheidet am 19. Februar über Legitimität der Festnahme Askerowas

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    MOSKAU, 24. Januar (RIA Novosti). Das Moskauer Stadtgericht wird am 19. Februar den gegen die Festnahme Liana Askerowas eingelegten Einspruch ihrer Verteidigung behandeln.

    Askerowa wird der Beteiligung an der Vorbereitung des Mordes am Ersten Vizevorsitzenden der Zentralbank Russlands Andrej Koslow beschuldigt. Das erfuhr RIA Novosti am Mittwoch vom Pressedienst des Moskauer Gerichts.

    Askerowas Rechtsanwälte verlangen die Außerkraftsetzung des Haftbefehls des Moskauer Bezirksgerichts Basmanny gegen ihre Mandantin und bestehen auf der Freilassung Askerowas.

    Wie einer der Rechtsanwälte, Jewgeni Martynow, gegenüber RIA Novosti erklärte, ist der Einspruch gegen die Legitimierung der Festnahme eingereicht worden, weil der Haftbefehl der russischen Strafprozessordnung widerspreche.

    Die Entscheidung nannte er „unmotiviert und unbegründet“.

    Das Bezirksgericht Basmanny hatte am 12. Januar einem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Russlands stattgegeben und sich für die Festnahme Liana Askerowas entschieden, und zwar mit der Begründung, dass sie sich der Justiz entziehen, Zeugen unter Druck setzen und Beweise vernichten könne.

    Das Attentat gegen den Ersten Vizevorsitzenden der russischen Zentralbank Andrej Koslow war am 13. September 2006 in Moskau verübt worden. Er erlitt schwere Verletzungen und starb einen Tag später in einem Krankenhaus. Sein Fahrer wurde ebenfalls getötet.

    Koslow war in der Zentralbank für die Lizenzvergabe zuständig.

    Im Rahmen der Ermittlungen wurden mehrere Personen, darunter der mutmaßliche Auftraggeber für den Mord an dem Bankier, Alexej Frenkel, festgenommen. Er wurde bereits als Organisator des Mordes angeklagt. Liana Askerowa soll Aussagen gegen Frenkel gemacht haben, die zur Basis für die Argumente der Generalstaatsanwaltschaft für seine Festnahme wurden.