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    Irak: Oberstes Gericht revidiert Urteil für Ex-Vizepräsident Ramadan

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    KAIRO, 25. Januar (RIA Novosti). Das oberste Gericht vom Irak wird auf seiner Sitzung am Donnerstag in Bagdad das Urteil gegen den ehemaligen irakischen Vizepräsidenten Taha Jassin Ramadan revidieren, der wegen eines Massakers an Schiiten im Jahr 1982 zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde.

    Ein Gerichtssprecher räumte ein, dass ein Todesurteil verhängt werden könne.

    Das Hafturteil gegen Ramadan war am 05. November 2006 verhängt worden, obwohl der Staatsanwalt auf Todesstrafe bestanden hatte. Einen Monat später befand ein Berufungsgericht das Urteil als „zu mild“ und ordnete einen neuen Prozess an. Dabei forderte es für Ramadan die Todesstrafe.

    Es wird erwartet, dass das Gericht der Forderung des Berufungsgerichts entsprechen wird. Falls der ehemalige Vizepräsident zur Todesstrafe durch den Strang verurteilt wird, muss das Urteil nach dem irakischen Recht spätestens am 30. Tag nach der Verkündung vollstreckt werden.

    Gemeinsam mit Ramadan waren am 05. November der irakische Ex-Präsident Saddam Hussein, der Ex-Chef von dessen Geheimdienst, Barzan Ibrahim al-Tikriti, und der ehemalige Vorsitzende des Revolutionsgerichts, Awad Hamed al-Bandar, sowie drei weitere Mitangeklagte schuldig gesprochen worden.

    Hussein, al-Tikriti und al-Bandar wurden zur Todesstrafe durch den Strang, drei weitere Angeklagte zu jeweils 15 Jahren verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen.

    Saddam Hussein wurde am 30. Dezember hingerichtet. Al-Tikriti und al-Bandar wurden am 15. Januar gehängt. Die Begleitumstände der Exekutionen sorgten international für Empörung.

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