14:01 21 Juli 2018
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    Uran-Prozess in Georgien: Gericht verurteilt illegalen Händler zu acht Jahren Freiheitsstrafe

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    TIFLIS, 25. Januar (RIA Novosti). Oleg Chilzagow, Einwohner von Nordossetien mit russischem Pass, ist zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden, weil er versucht hatte, 100 Gramm hochangereichertes Uran in Georgien zu verkaufen.

    Das teilte Leiter der Analytischen Abteilung des georgischen Innenministeriums, Schota Utiaschwili, RIA Novosti mit.

    Chilzagow war zusammen mit drei georgischen Bürgern im Winter 2006 festgenommen worden. Der Gerichtsprozess fand im Sommer vergangenen Jahres ohne Ankündigung an die Öffentlichkeit statt.

    „Wir gaben die Informationen absichtlich nicht bekannt, weil wir die anderen Verdächtigten in diesem Fall ermittelten. Darüber hinaus wollten wir wissen, wo das Uran für den illegalen Weiterverkauf gestohlen worden war“, sagte Utiaschwili. Er verweigerte jedoch die Information, ob es bei der Untersuchung Fortschritte gebe.

    Utiaschwili teilte mit, dass sich die Vertreter des georgischen Innenministeriums unmittelbar nach der Festnahme von Chilzagow an die russischen Kollegen wandten und ihnen einen Teil der beschlagnahmten radioaktiven Metalls übergaben.

    „Wir bekamen eine Analyse der russischen Fachkräfte. Sie bestätigte, dass es sich bei dieser Substanz um hochangereichertes Uran handelt. Dennoch wurde über seine Herkunft nichts berichtet“, so Utiaschwili.

    Ihm zufolge verbüßt Chilzagow seine Strafe in einem der georgischen Gefängnisse. Die drei georgischen Bürger wurden zu vier bis sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.