22:54 22 Juni 2018
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    Linke gehen gegen Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Sevilla auf die Straße

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Verschiedene linke Parteien und Gruppierungen haben Protestaktionen gegen das informelle Treffen der Nato-Verteidigungsminister in der spanischen Stadt Sevilla am 08. - 09. Februar angekündigt.

    Ein Sprecher des örtlichen Bürgerforums hat der RIA Novosti gesagt, die Linken wollten Straßen blockieren und das Treffen stören.

    Dem Zivilforum gehören 24 Parteien, Gewerkschaften, Jugend-, Frauen-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen an.

    „Sevilla“, sagte der Sprecher, „ist entschlossen, den NATO-Kriegstreibern den Kampf anzusagen. Wir werden sie zwingen, die Meinung der friedliebenden Öffentlichkeit zur Kenntnis zu nehmen.“ Schon am vergangenen Sonntag sei die Stadt Zeuge einer grandiosen Anti-Nato-Demonstration geworden, bei der kraftvoll gefordert worden sei, das militaristische Treffen abzublasen, die spanischen Truppen aus Afghanistan, Libanon und Haiti abzuziehen sowie die amerikanischen und NATO-Stützpunkte in Spanien zu schließen.

    Spanien beherbergt drei Basen der sogenannten „militärischen Ko-Nutzung“, die gemeinsam von der NATO, den USA und den spanischen Militärs betrieben werden, und zwar in Südspanien in Maron de la Frontera und Rota und in dem nordspanischen Saragossa. NATO-Stäbe gibt es an in Valencia an der Ostküste und in Madrid. Außerdem ist in Saragossa ein riesiges Kommunikationszentrum geplant.

    Der Sprecher der Linken berichtete von Massenprotesten in Sevilla, die schon zwei Wochen lang anhalten, um gegen die Tagung der 26 Verteidigungsminister die Stimme zu erheben. „Auf diese Weise soll der Ablehnung der aggressiven Politik der Allianz durch die Stadtbürger Ausdruck verliehen werden, unterstrich er.

    Das informelle Treffen der Verteidigungsminister wird alljährlich vor der offiziellen Jahrestagung des Militärblocks in einem der Teilnehmerstaaten veranstaltet, um die wichtigsten Fragen abzustimmen.

    Sevilla ist die Hauptstadt der südspanischen Provinz Andalusien, die einen Autonomiestatus genießt. Traditionell verfügen die Linkskräfte dort über starke Positionen.

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