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    Die Hälfte der Russen ist negativ gegenüber den Kapitalismus eingestellt - Umfrage

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Das Verhältnis der Russen zu solch ideologisch aufgeladenen Begriffen wie „Kommunismus“, „Kapitalismus“, „Markt“, „Privateigentum“ und „nationale Souveränität“ hat sich in den vergangenen 15 Jahren merklich verändert.

    Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage, die vom russischen Meinungsforschungszentrum (WZIOM) durchgeführt wurde.

    Während 1992 der Begriff „Kommunismus“ eher negativ aufgenommen wurde (15 Prozent positiv und 49 negativ), so hält sich die Einstellung dazu derzeit die Waage: positiv 39 Prozent, negativ 39 Prozent. Hingegen hat sich die Haltung gegenüber dem Begriff „Kapitalismus“ in diesen Jahren verschlechtert: 1992 war das Verhältnis zu dem Begriff uneindeutig (positiv 32 Prozent, negativ 34), heute ist es mehrheitlich negativ (positiv 26 Prozent, negativ 50).

    Das Verständnis von „Markt“, „Privateigentum“, „nationale Souveränität“ ruft heute ebenso wie vor 15 Jahren mehrheitlich positive Emotionen hervor. So erhielt das Wort „Markt“ 1992 von der Hälfte der Befragten eine positive Resonanz (49 Prozent). 2007 waren es schon zwei Drittel der Befragten (66 Prozent).

    Der Anteil der Befragten, die „Privateigentum“ positiv bewerteten, ist auch etwas gestiegen - von 67 Prozent auf 73.

    1992 - unmittelbar nach dem Fall der Sowjetunion - hatten 41 Prozent der Befragten Schwierigkeiten, ihr Verhältnis zu „Nationale Souveränität“ zu bezeichnen, 43 Prozent bewerteten es positiv, 16 negativ. 2007 hat sich der Teil Befragten, die Schwierigkeiten mit der Bewertung hatten, etwa um die Hälfte auf 23 Prozent verringert. Positive Resonanz gab es bei 69 Prozent, negative nur bei 8.

    Die Umfrage wurde vom 27. bis 28. Januar unter 1600 Menschen in 153 Orten und 46 Regionen Russlands durchgeführt. Die statistische Fehlerquote übersteigt nicht mehr als 3,4 Porzent.

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