04:29 25 September 2017
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    Ungeklärter Flugzeugunfall - Mazedonien gedenkt Präsident Trajkovskis

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    BELGRAD, Februar (RIA Novosti). Am vergangenen Sonntag gedachte Mazedonien seines ehemaligen Präsidenten Boris Trajkovski, der am 26. Februar 2004 bei einem Flugzeugunglück umgekommen war.

    Am Sonntagabend fand in der mazedonischen Hauptstadt Skopje eine Gedenkveranstaltung statt, der Staatspräsident Branko Crvenkovski, Regierungschef Nikola Gruevski sowie der albanische Präsident Alfred Moisiu, der ehemalige bulgarische Präsident Petar Stojanov, mazedonische Politiker und andere ausländische Gäste beiwohnten.

    Trajkovskis Flugzeug war genau vor drei Jahren 15 Kilometer vom Flughafen Mostar (Bosnien und Herzegowina) abgestürzt. An Bord waren neben dem Präsidenten Mitarbeiter seines Kabinetts und Leibwächter.

    Sie flogen aus Skopje nach Mostar, um an einer Wirtschaftskonferenz teilzunehmen. Bei dem Unglück kamen alle sieben Passagiere und beide Piloten ums Leben. Da die Leichen der meisten Opfer stark verkohlt waren, konnte ihre Identität nur mit einer DNS-Analyse festgestellt werden.

    Die Ermittlungen dauerten knapp ein Jahr. Nach Erkenntnissen der mazedonischen und bosnischen Ermittler wurde das Unglück durch einen Fehler der Piloten verursacht, die im Nebel zu landen versuchten.

    Laut Gerüchten, die schon wenige Stunden nach dem Absturz auftauchten, sollen die französischen Fluglotsen der internationalen Schutztruppe SFOR die Verantwortung für den Unfall haben.

    Diese sollen die Anweisungen an die Besatzung der verunglückten Maschine auf Französisch erteilt haben, was international verboten ist. Nach einer anderen Vermutung arbeiteten die französischen Fluglotsen mit defekten Radaren.

    Im vergangenen Jahr hatte der schweizerische Politiker Andreas Gross, der als guter Freund des mazedonischen Präsidenten galt, für Aufregung in Medien gesorgt. Er erklärte nämlich, dass ihm bisher unbekannte Angaben über die Umstände der Katastrophe vorliegen. Gross forderte eine neue Ermittlung.

    In Mazedonien gab es dazu bisher noch keine offizielle Entscheidung. Laut Umfragen der einheimischen Medien tritt die Mehrheit der Mazedonier für eine Wiederaufnahme der Ermittlungen ein.

    Am Montag wird in Skopje ein internationales Symposium stattfinden, das Boris Trajkovski gewidmet ist. Offizielle Delegationen aus Mazedonien sowie Bosnien-Herzegowina werden am Denkmal, das an der Unglücksstelle steht, Blumen niederlegen.