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    300 Tote bei Flugzeugunglücken in Russland - Defizite bei Sicherheit und Pilotenausbildung

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    MOSKAU, 03. März (RIA Novosti). Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der International Air Transport Association (IATA) weltweit 854 Menschen bei Flugzeugunfällen ums Leben gekommen - 300 davon in Russland.

    Laut Studien des Moskauer Meinungsforschungsinstituts WZIOM halten 84 Prozent der Russen Fliegen für lebensgefährlich. Nur elf Prozent sehen Flugzeuge als sicher an.

    Die International Civil Aviation Organization (ICAO) hatte 2006 eine Kontrolle in einer Reihe von Staaten gemacht, um die Flugsicherheit zu erhöhen. Nur Russland verschob die Prüfung auf 2007 - trotz der hohen Unglücksrate.

    Von den russischen Fluggesellschaften genügen nur Aeroflot und S7 (früher Siberia) den internationalen Sicherheitsstandards IOSA (IATA Operational Safety Audit).

    Die russischen Fluglinien erneuern vor allem durch den Ankauf von gebrauchten Boeing- und Airbus-Maschinen ihre Flotte.

    Auch die Pilotenausbildung in Russland hat Defizite. Es fehle an modernen Flug-Simulatoren, sagt Testpilot Wadim Basykin. Während im Ausland 80 Prozent der Piloten an Simulatoren trainierten, sei das in Russland nur jeder Zehnte.

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