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    “Marsch der Andersdenkenden“ in Sankt Petersburg: Mehr als 100 Festnahmen

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    SANKT PETERSBURG, 05. März (RIA Novosti). Wegen Störung der öffentlichen Ordnung hat die Miliz während des „Marsches der Andersdenkenden“ am 3. März in Sankt Petersburg ungefähr 100 Personen festgenommen, hat RIA Novosti von der Pressestelle der regionalen Polizeiverwaltung erfahren.

    „Insgesamt haben an der Aktion ungefähr 800 Personen teilgenommen, von denen fast 150 verschiedenen radikalen Organisationen angehörten. Bei etwa 300 Personen handelte es sich um zufällige Passanten. Wegen der Störung der öffentlichen Ordnung sind zirka 100 Personen in Gewahrsam genommen worden“, teilte die Pressestelle der Polizei mit.

    Am Sonnabend hatten sich in Sankt Petersburg gegen 12.00 Uhr Ortszeit etwa 200 Personen vor dem Konzertsaal Oktjabrski eingefunden, um im Rahmen des „Marsches der Andersdenkenden“ ein Meeting abzuhalten. Einige Demonstranten legten Falschfeuer und waren mit Knüppel bewaffnet. Sie wurden von der Polizei aufgehalten und per Lautsprecher verwarnt, dass eine Störung der öffentlichen Meinung nicht hingenommen wird. Als Alternativort für die Kundgebung ist ihnen der Finnische Bahnhof vorgeschlagen worden.

    Danach bewegten sich die Demonstranten in Richtung des Platzes des Aufstands, wo sich ihnen aus Richtung Moskauer Bahnhof kommend weitere 200 Personen angeschlossen haben. „Die aktivsten Teilnehmer des Umzugs verschanzten sich hinter Kindern und älteren Menschen, um ihre Rechtsverstöße abzusichern. Die Ordnungshüter überzeugten die Eltern in Gesprächen von der Notwendigkeit, die Kinder im Interesse ihrer Sicherheit aus der Polizeiabsperrung herauszubringen“, hieß es in der Pressestelle.

    Die Demonstranten zogen anschließend über den Newski Prospekt in Richtung Gostiny Dwor, betraten die Fahrbahn und unterbrachen den Autoverkehr. Die Miliz blockierte die Marschteilnehmer, die abermals ein spontanes Meeting veranstalteten, in der Gegend der Duma-Straße und drängte sie auf die Gehwege ab. Um 14.30 Ortszeit konnte der Verkehr auf dem Newski Prospekt wieder hergestellt werden. Die Demonstranten gingen auseinander.

    Organisator des Marsches war der Abgeordnete der Petersburger Gesetzgebenden Versammlung, Sergej Guljajew.

    „Dank des entschlossenen Handelns der Milizionäre blieb die Lage unter Kontrolle. Massenunruhen sind unterbunden worden. Es sind keine Bürger zu Schaden gekommen, die sich nicht an dem Marsch beteiligt haben“, hob die Pressestelle hervor.

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