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    Wiederaufnahme der Voranhörungen zum Tod von Lady Diana in London

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    LONDON, 05. März (RIA Novosti). Im Königlichen Gerichtshof in der Londoner Fleet Street werden die Anhörungen zum Tod von Lady Diana und ihres Freundes Dodi Fayed wieder aufgenommen.

    Es wird erwartet, dass der leitende Coroner, Baroness Elizabeth Butler-Sloss, die Ermittlungsrichterin, die bestellt worden ist, um wegen der ungeklärten Todesumstände die Todesursache zu untersuchen, die Zeugen in dem Verfahren benennen wird.

    Das Gericht hatte am 2. März einem entsprechenden Begehren von Dodis Vater stattgegeben. Auf Antrag des Multimillionärs ägyptischer Herkunft und Harrods-Besitzers, Mohamed Fayed, wird der Tod der Prinzessin und ihres Geliebten vor einem Geschworenengericht neu aufgerollt. Die Baroness hatte allerdings nicht verhehlt, dass der Jury „eine schier unlösbare Aufgabe“ aufgebürdet wird.

    Formal sind die Anhörungen unter Federführung des Coroners Michael Burgess, Ermittlungsrichter der Grafschaft Surray und amtierender Königlicher Coroner, am 6. Januar 2004 aufgenommen worden. Sie sind jedoch sofort bis zum Abschluss der Untersuchungen vertagt worden, zu denen per Gerichtsbeschluss der Ex-Chef von Scotland Yard, Lord John Stevens, bestellt worden ist.

    Lord Stevens wichtigste Ermittlungsergebnisse, die auch den Anhörungen zugrunde liegen, gehen davon aus, dass Prinzessin Diana von Wales eines Unfalltodes gestorben ist. Der Ermittlungsbericht ist im Dezember 2006 der Öffentlichkeit übergeben worden und gab den Anstoß zur Wiederaufnahme der gerichtlichen Anhörungen.

    Zur Verhandlung des Falles ist die erfahrene, aber bereits pensionierte 73-jährige Richterin, Baroness Elizabeth Butler-Sloss, eigens zum Coroner berufen worden.

    Mohamed Fayed hatte am vergangenen Freitag erklärt, der Austausch des Coroners erscheine ihm anrüchig. „Sie wissen, wie durchtrieben sie (die Behörden) sind“, so machte der Geschäftsmann seinen Zweifeln Luft. Er sei indes nach wie vor „zutiefst davon überzeugt“, dass Diana und Dodi von den britischen Geheimdiensten ermordet worden sind. Er bestand darauf, dass Prinz Charles als Zeuge geladen wird.

    Die Hauptanhörungen werden im Mai aufgenommen und sollen plangemäß bis zum 10. Todestag der Prinzessin am 31. August abgeschlossen werden. Dabei sollen ungefähr 40 Zeugen befragt werden.

    Wie schon gemeldet worden ist, wird auf die Vernehmung der Söhne der Prinzessin, William und Harry, verzichtet. Stattdessen hat Dianas Schwester, Lady Sarah McCorquodale, dem Gericht ein Schreiben der beiden jungen Prinzen zukommen lassen, in denen der Wunsch bekundet wird, „die Anhörungen mögen nicht nur öffentlich, fair und transparent geführt werden, sondern auch zu baldigen Ergebnissen führen“.

    Prinzessin Diana von Wales ist in der Nacht vom 30. zum 31. August 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Mit ihr kamen im Tunnel unter dem Place d`Alma in Paris Dodi Fayed und der Fahrer Henri Paul in dem zerschmetterten Mercedes ums Leben. Nur der Bodyguard Trevor Rees-Jones überlebte die Katastrophe. Er leidet jedoch an Amnesie und kann sich an die tragischen Ereignisse der Nacht nicht erinnern.

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