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    Guantanamo-Häftling Hicks gesteht Unterstützung von Terroristen

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    WASHINGTON, 26. März, (RIA Novosti). Der australische Guantanamo-Häftling David Hicks hat sich im Anklagepunkt der Unterstützung von Terroristen unerwartet für schuldig bekannt.

    Wie RIA Novosti im Pentagon erfahren hat, hat der im Jahr 2001 in Afghanistan gefangen genommene Hicks eingeräumt, dass er al-Kaida vom Dezember 2000 bis Dezember 2001 materiell unterstützt und sich an militärischen Handlungen beteiligt habe.

    Er bestritt jedoch seine Schuld im zweiten Anklagepunkt, der ihm zur Last legte, sich in dieser Zeit auch aktiv an der Vorbereitung von Terroranschlägen beteiligt zu haben. Hicks Geständnis erfolgte bei einer außerplanmäßigen Anhörung, die Militärrichter Ralph Kohlmann einberufen hatte.

    Während der vorangegangenen Anhörungen hatte sich Hicks das Recht eines Schuldgeständnisses und die Möglichkeit eines Vergleichs mit der Rechtsprechung vorbehalten. Zwei Zivilverteidiger des Beschuldigten waren indessen während der Verhandlungen ausgeschlossen worden, weil der Richter zu der Auffassung gekommen war, sie könnten Hicks nicht vertreten, hieß es im US-Verteidigungsministerium.

    Nachdem Hicks eine Teilschuld gestanden hat, befragte ihn Kohlmann laut Pentagon, ob der Ausschluss der Anwälte sein Geständnis beeinflusst hatte. Hicks habe verneinend geantwortet.