10:34 24 September 2017
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    Microsoft-Raubkopien: Prozess gegen Schuldirektor wieder aufgerollt

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    NISCHNI NOWGOROD, 27. März (RIA Novosti). Der im Februar eingestellte Gerichtsprozess gegen den Direktor einer russischen Dorfschule, Alexander Ponossow, wegen Nutzung illegaler Microsoft-Kopien soll wieder aufgenommen werden.

    Das entschied das Kreisgericht Perm (an der Kama) am Dienstag, teilte Gerichtssprecher Anatoli Sobolew mit.

    Der Direktor war beschuldigt worden, auf den Schulcomputern Raubkopien des Microsoft-Betriebssystems Windows installiert und dem amerikanischen Softwarehersteller somit einen Schaden von 266 000 Rubel (knapp 8 000 Euro) zugefügt zu haben.

    Am 15. Februar stellte das Gericht in der Stadt Wereschtschagino das Verfahren wegen Geringfügigkeit der Tat ein. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete das Urteil als unrechtmäßig.

    Wie RIA Novosti bereits berichtete, hatte die regionale Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr bei einer Kontrolle in der Schule festgestellt, dass auf den Computern illegale Windows-Kopien installiert sind. Gegen den Schuldirektor wurde ein Strafverfahren wegen Verletzung des Urheberrechts eingeleitet, bei einer Verurteilung drohte ihm eine Strafe von maximal fünf Jahren Freiheitsentzug.

    Wie die Präsidentin von "Microsoft Russland und GUS", Olga Dergunowa, in einem Gespräch mit der RIA Novosti sagte, hat nicht Microsoft das Strafverfahren ausgelöst. Microsoft wünsche in dem Fall eine friedliche Einigung, betonte Dergunowa. Microsoft habe den Fall analysiert und beschlossen, keine rechtlichen Schritte gegen Ponossow zu unternehmen.

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