01:38 26 April 2018
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    Kamtschatka: Vulkan Kljutschewskaja Sopka wieder ausgebrochen

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    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI, 29. März (RIA Novosti). Auf der Kamtschatka-Halbinsel (Ferner Osten) ist der Vulkan Kljutschewskaja Sopka, der größte in Eurasien, wieder aktiv geworden. Glühende Lavamassen fließen den Vulkanabhang hinab.

    Wie der wissenschaftliche Mitarbeiter des Institutes für Vulkanologie und Seismologie, Alexej Oserow, RIA Novosti sagte, hatte der Ausbruch am 15. Februar begonnen. Seitdem hat sich der Krater mit Magma gefüllt. Als Folge kam es zum Ausströmen von Lava. „Die Lavagrenze befindet sich zurzeit in einer Höhe von 4200 bis 4300 Meter“, sagte Oserow.

    Die Lava mit einer Temperatur von etwa 1100 Grad strömt die Krestowski-Vulkanmulde hinunter. Das drastische Temperaturgefälle durch die Berührung mit Schnee und Eis löst starke Explosionen aus, bei denen Wärme freigesetzt wird.

    Dem Wissenschaftler zufolge bilden sich beim Lavafluss starke, bis zu 500 Meter breite Schlammströme, die östlich der Wohnsiedlung Kljutschi, 30 Kilometer vom Vulkanfuß entfernt, fließen. Die wilden Murenströme, die bis zu drei Meter große Steine und Baumstämme mitreißen, stellen für die Menschen sowie für Technik eine große Gefahr dar.

    Laut Oserow kann die Ausbruchstärke noch zunehmen.

    Boris Newsorow, Chef des Rayons Ust-Kamtschatski, auf dessen Territorium sich der tätige Vulkan befindet, teilte RIA Novosti mit, dass die einheimische Bevölkerung und die Leitungen der örtlichen Betriebe über die Notwendigkeit informiert worden sind, einen Komplex von Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. „Bisher wurden keine Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch registriert“, sagte Newsorow.

    Der letzte Ausbruch des Kljutschewskaja Sopka, wobei Lava aus dem Gipfelkrater austrat, dauerte von Januar bis Mai 2005 an. Damals schmolzen die Gletscher Erman und Tschorny in der Umgebung des Vulkans teilweise.