12:07 13 Dezember 2017
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    Beresowskis Putsch-Aufruf: Britische Einwanderungsbehörde schließt sich Russlands Ermittlungen an

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    Die britische Immigrationsbehörde hat am Mittwoch zusätzliche Ermittlungen zu den Äußerungen des im Londoner Exil lebenden russischen Großunternehmers Boris Beresowski eingeleitet, der in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" zum Sturz der Macht in Russland aufgerufen hatte.

    MOSKAU, 19. April (RIA Novosti). Die britische Immigrationsbehörde hat am Mittwoch zusätzliche Ermittlungen zu den Äußerungen des im Londoner Exil lebenden russischen Großunternehmers Boris Beresowski eingeleitet, der in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" zum Sturz der Macht in Russland aufgerufen hatte.

    Die Behörde will klären, ob Beresowski damit gegen das britische Recht verstoßen hat und dadurch seinen Flüchtlingsstatus verlieren kann, schreibt die "Guardian".

    Wie das Blatt mitteilt, hat der russische Botschafter in London, Juri Fedotow, an den britischen Innenminister John Reed einen Brief gerichtet, in dem er darauf hinwies, dass diese Frage in Russland besonders ernsthaft behandelt werde. Dem Brief wurde eine Kopie des vom Generalstaatsanwalt Juri Tschaika unterzeichneten Haftbefehls gegen Beresowski beigelegt.

    Wie Fedotow betonte, könnte eine fehlende Reaktion Großbritanniens auf Russlands Anfragen "eine negative Auswirkung" auf die bilateralen Beziehungen haben.

    Beresowski, der im Herbst 2003 den Flüchtlingsstatus in Großbritannien bekommen hatte, rief in seinem am 13. April in "The Guardian" veröffentlichten Interview zu einem gewaltsamen Machtwechsel in Russland auf und teilte mit, er finanziere Anhänger, die einen Staatsstreich in Russland vorbereiten.

    Nach Beresowskis Erklärung wurde ein Strafverfahren gegen ihn gemäß Artikel 278 des russischen Strafgesetzbuches ("gewaltsame Machtergreifung mit Verletzung der Verfassung").

    Zuvor hatte Russlands Generalstaatsanwaltschaft mehrmals Beresowskis Auslieferung beantragt, der in Russland mehrerer Delikte beschuldigt wird. Das britische Gericht verweigerte allerdings bis jetzt die Ausweisung.

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