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    Senator Margelow: Russland verdankt Jelzin Bürgerfreiheiten

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    Boris Jelzin ist tot (32)
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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Boris Jelzin ist laut Senator Michail Margelow zum ersten Herrscher in der mehr als tausendjährigen Geschichte Russlands geworden, der dem Land die Bürgerrechte und -freiheiten gegeben hat.

    Diese Meinung äußerte Michail Margelow, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (Oberhaus des Parlaments) gegenüber RIA Novosti.

    „Die Geschichte hat solche Leute gut in Erinnerung und ehrt sie“, sagte er.

    Der Senator, der in den 90er Jahren in der Administration des Präsidenten gearbeitet und sich mit Boris Jelzin während der Wahlkampagne 1996 getroffen hatte, hob hervor, dass dem ersten Präsidenten Russlands das Land „persönliche Freiheit und die Rückkehr in die Familie der europäischen Völker“ verdankt.

    „Es fällt schwer, sich nachträglich vorzustellen, wie viel körperliche und moralische Bemühungen Boris Jelzins notwendig waren, um die kommunistische Maschinerie zu brechen sowie jedem russischen Bürger die menschliche Würde, die Gewissensfreiheit und die Selbstverwirklichung zurückzugeben. Alles, was heute einfach und natürlich scheint, erschien 1991 und 1993 als unmöglich“, betonte der Senator.

    Ihm zufolge durchlebte Russland nur dank Jelzin eine sehr gefährliche Zeit ohne große Erschütterungen.

    „Boris Jelzin war ein richtiger nationaler Führer. Er besaß eine große Anziehungskraft und einen starken Willen“, sagte Margelow.

    Jelzin starb am Montag im Alter von 76 Jahren in der Moskauer Zentralklinik. Er wird am morgigen Mittwoch auf dem Nowodewitschje-Friedhof in Moskau beigesetzt. Die Verabschiedung von Jelzin findet in der Christus-Erlöser-Kathedrale statt.

    Boris Jelzin wurde am 12. Juni 1991 zum ersten Präsidenten von Russland gewählt, dessen Amt er bis zum 31. Dezember 1999 bekleidete.

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