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    Russischer Außenpolitiker ruft Protestierende gegen Denkmalverlegung zu Zurückhaltung auf

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    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Michail Margelow, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (Oberhaus des Parlaments), hat die Protestierenden gegen die Verlegung des sowjetischen Soldatendenkmals aufgerufen, Zurückhaltung zu üben.

    „Der Protest gegen die Verlegung des Denkmals wird umso effektiver sein, je mehr Zurückhaltung die Protestierenden üben“, sagte er RIA Novosti am Donnerstag.

    Der Senator hob hervor, dass die Verlegung des Denkmals in der estnischen Hauptstadt begründete Proteste auslöste, jedoch nicht zur Gewalt übergehen dürften. „Denn das wird die Verhandlungspositionen der Staaten schwächen, die sich mit der Notwendigkeit werden abfinden müssen. Wie der Frieden aussehen wird, hängt vom Weg ab, den die Seiten beschreiten“, unterstrich Margelow.

    Ihm zufolge ist eben Zurückhaltung ein Zeichen der Gesetzestreue und das Hauptinstrument gegen Provokationen. Er verwies auf die Unzulässigkeit von Gewalthandlungen gegen die diplomatischen Mitarbeiter.

    „Die Diplomaten genießen deshalb Immunität, weil sie lediglich die Wortführer der Politik ihres Staatsführung sind“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.

    „Auch in zivilisierten Ländern, sei es Russland, Estland oder Schweden, wo eine Schule und ein Kindergarten der russischen Botschaft mit Steinen beworfen wurden, darf das kein Anlass zur Gewalt sein“, unterstrich Margelow.

    Die Entscheidung der estnischen Behörden, das Denkmal für den sowjetischen Befreier im Stadtkern von Tallinn zu demontieren, löste in der vorigen Woche Massenunruhen in Estland aus. Die Verteidiger des Denkmals wurden von der Polizei aufgelöst, die Tränengas und Lärmgranaten einsetzte. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

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