20:32 17 Dezember 2017
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    Fall Litwinenko: Russland erhielt bisher kein offizielles Gutachten über Todesursache

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    MÜNCHEN, 25. Mai (RIA Novosti). Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat aus Großbritannien bisher kein offizielles Gutachten zur Todesursache des vor sechs Monaten gestorbenen Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko erhalten.

    Das teilte Generalstaatsanwalt Juri Tschaika am Freitag der RIA Novosti mit. Nach seinen Worten stellte die britische Justiz bisher keine offiziellen Unterlagen zum Fall Litwinenko zur Verfügung.

    Alexander Litwinenko, ein früherer Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. Seine Ärzte wiesen zunächst britische Medienberichte als falsch zurück, laut denen Litwinenko mit radioaktiven Materialien vergiftet wurde. Doch später teilte die britische Gesundheitsagentur mit, dass in Litwinenkos Körper Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 festgestellt worden seien. Scotland Yard leitete daraufhin Ermittlungen wegen Vergiftung ein.

    Am vergangenen Dienstag teilte die britische Staatsanwaltschaft mit, dass gegen den russischen Unternehmer Andrej Lugowoi Anklage wegen Vergiftung erhoben worden sei. Großbritannien forderte eine Überstellung von Lugowoi aus Russland. Die russische Verfassung verbietet jedoch die Auslieferung russischer Staatsbürger an ausländische Justizbehörden.

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