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    Lugowoi schließt Beresowski als Drahtzieher des Mordes an Journalist Listjew nicht aus

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti). Der russische Geschäftsmann Andrej Lugowoi hat zu verstehen gegeben, dass der bislang nicht aufgedeckte Mord am russischen Fernsehjournalisten Wladislaw Listjew für Boris Beresowski nützlich gewesen sein könnte.

    "Alle, die zu nah an Beresowski kamen, hatten ein trauriges Ende", sagte Lugowoi am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau. Die britische Justiz wirft dem Unternehmer Lugowoi vor, Litwinenko getötet zu haben. Listjew war im März 1995 von Unbekannten vor seiner Wohnung erschossen worden.

    Damals wurden in Medien Vermutungen laut, dass Beresowski hinter diesem Mordanschlag stehe. "Auch ich schließe das nicht aus (…) Ich war lange Zeit im Sicherheitsdienst des Fernsehsenders ORT tätig und denke, dass Beresowski nach Kräften verhindern wollte, dass Listjew ORT-Generaldirektor wird", fuhr Lugowoi fort.

    Der frühere Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB erinnerte daran, dass zu Beresowskis Umgebung auch die damaligen Duma-Abgeordneten Wladimir Golowljow und Sergej Juschenkow gehört hatten. Golowljow war im August 2002 und Juschenkow im April 2003 ermordet worden. "Beresowski finanzierte ihre Arbeit und ihr Leben sowie trug ihre privaten Kosten (…) 2001 hatte Beresowski auch eine Provokation gegen Jewgeni Kisseljow vorbereitet, als Letzterer zum Direktor des Fernsehsenders TV-6 wurde. Ich bin fast sicher, dass jene Kassette mit Porno-Aufnahmen mit Kisseljow, die im Internet zu sehen war, von Beresowskis Leuten gefälscht wurde. Litwinenko hatte mir das bestätigt und wollte mir diese Kassette sogar schenken", sagte Lugowoi.

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